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CDA: Weihnachtsgrüße von Karl-Josef Laumann

Weihnachten steht vor der Tür. Es wird ein Fest, wo wir vorsichtig bleiben müssen. Ich wünsche Ihnen, dass es ein Weihnachten zum Inne halten wird. Ein Weihnachten, dass Hoffnung macht. Ein Weihnachten der Freude!

Ich persönlich freue mich, dass in den letzten Wochen das Impftempo noch einmal ordentlich angezogen hat. Über 70 Prozent der Bevölkerung haben sich mittlerweile gegen Corona impfen lassen, sehr viele sind auch geboostert. Das ist wichtig, denn alle Studien deuten darauf hin, dass mit der dritten Impfung auch der Schutz gegenüber der neuen Omikron-Variante gut ist. Ich wünsche mir, dass das momentane Impftempo weiter anhält. Denn jeder und jede, der derzeit mit Covid auf einer Intensivstation liegen muss oder schlimmer noch daran stirbt, ist einer zu viel.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich weiß, dieses Jahr war für uns Christlich-Soziale schwierig, nicht nur wegen der Pandemie, sondern auch politisch. Dennoch möchte ich am Ende des Jahres noch einmal unser scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel danken. 16 gute Jahre hatten wir mit ihr als Regierungschefin. Das schlechte Abschneiden bei der Bundestagswahl zeigt bereits, wie sehr wir von ihr in den letzten Jahren profitiert haben. Vor der CDU liegt nun eine Zeit der inhaltlichen Erneuerung und die schwere Aufgabe, verloren gegangenes Vertrauen bei unseren Wählerinnen und Wählern zurückzugewinnen.

Seit wenigen Tagen wissen wir nun auch: die CDU-Mitglieder haben sich für Friedrich Merz als ihren neuen Parteivorsitzenden entschieden. Im Namen der CDA möchte ich meinen herzlichen Glückwünsch aussprechen – auch wenn die eigentliche Wahl auf dem Parteitag im Januar noch aussteht. Ich wünsche ihm eine glückliche und versöhnliche Hand für dieses wichtige Amt. Für unsere CDU hoffe ich sehr, dass es ihm nach Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet gelingt, unsere Partei zu befrieden und ihr neuen Schwung zu geben.

Ich bin mir bewusst, nicht jedem und jeder unter uns Christlich-Sozialen wird die Wahl von Friedrich Merz geschmeckt haben. Manche unserer Freunde haben die Sorge, dass mit Friedrich Merz unsere CDU das Soziale verlieren und das mit ihm die CDA keinen Platz mehr in der CDU haben könnte. Wer Vorsitzender der CDU ist und Wahlen gewinnen will, der braucht die CDU als breite Volkspartei. Ich hoffe, dass Friedrich Merz die einzelnen Parteiflügel wieder stärker in die Programmatik der CDU einbinden wird. Das hat er häufig genug in der Vergangenheit betont und daran werden wir ihn in der Zukunft messen.

Ich will Euch bitten: Lasst uns offen für eine versöhnliche Hand sein. Lasst uns Menschen nicht an ihren Worten der Vergangenheit messen, sondern an ihren Taten in der Gegenwart. Friedrich Merz hat während des Wahlkampfes um den Parteivorsitz immer wieder betont, dass die CDU ihr soziales Profil schärfen müsse. Mit Mario Czaja hat er einen Sozialpolitiker als seinen Generalsekretär vorgeschlagen. Das waren freundliche Signale, jetzt verdient er eine faire Chance, mit konkreten Positionen und Entscheidungen zu überzeugen.

Klar ist, ohne uns CDAlerinnen und CDAler kann die Partei kein sozialpolitisches Profil aufbauen. Ohne uns wird sie nicht zu alter Stärke zurückfinden. Lassen Sie uns deswegen gemeinsam unsere Themen vorantreiben: Steigende Mieten, Wohneigentum auch für Arbeitnehmer, schwindende Tarifbindung, die teils ausbeuterischen Arbeitsbedingungen zum Beispiel in der Paketbranche. Es gibt viele Probleme, die dringend angegangen werden müssen. Und auch wenn wir in der CDU nicht immer gleich die großen Mehrheiten hinter uns haben, so können wir uns doch stets aufeinander verlassen. Gemeinsam politisch etwas zu bewegen, das macht mir Spaß – für diese Freude möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken.

Mit einem hoffnungsvollen Blick in Richtung 2022 wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest und ein hoffentlich glückliches neues Jahr, das uns wieder die Möglichkeit zu vielen Begegnungen bietet.
Ihr
Karl-Josef Laumann