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MAGS.NRW: Nordrhein-Westfalen setzt landesweites Schulungsprojekt für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes in Schulen und Kitas fort

Neuer Flyer informiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertageseinrichtungen und Schulen

Die Landesregierung führt das Ende 2019 gestartete Schulungsprojekt zur Verbesserung der Situation von Kindern mit Typ-1-Diabetes in Kindertageseinrichtungen, Schulen und betreuenden Einrichtungen weiter. Das Schulungsangebot wird außerdem durch einen weiteren Baustein ergänzt.

Mit finanzieller Unterstützung der IKK classic wurde ein Film erstellt, der zentrale Informationen zur Erkrankung und dem Umgang in Kita- und Schulalltag vermittelt. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Schulungsprojekt im Jahr 2021 mit insgesamt 240.740 Euro.

„Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen die besten Voraussetzungen für ein unbeschwertes Aufwachsen zu ermöglichen“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass mit dem landesweiten Diabetes-Schulungsprojekt möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertageseinrichtungen und Schulen in Nordrhein-Westfalen erreicht werden. Ich bin überzeugt, dass davon alle profitieren und wir die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 weiter verbessern und Berührungsängsten bei dem Betreuungspersonal entgegenwirken.“

Das Schulungsangebot umfasst verschiedene Module – von der Vermittlung von Basis-Wissen über Allgemeinschulungen für Betreuende in Kita und Schule bis hin zur individuellen Schulung für Betreuende mit Bezug auf ein bestimmtes Kind mit Typ-1-Diabetes.

Zum zusätzlichen Schulungsangebot sagt Susanne Thiel, Leiterin Fachbereich Prävention bei der Krankenkasse IKK classic: „Mit diesem Informationsfilm wollen wir als IKK classic – in einem ersten Schritt – Lehrern und Erziehern einen Einblick in den Umgang mit an Diabetes-Typ-1 erkrankten Kindern geben und damit Unsicherheiten abbauen.“

Der Film steht auf der Homepage der Deutschen Diabetes-Hilfe NRW zur Verfügung.

„Durch das tatkräftige Engagement fast aller kinderdiabetologischer Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen konnte das landesweite Netzwerk in den Bereichen der ärztlichen Versorgung und der Selbsthilfe um ein stabiles Helferangebot erweitert werden. Trotz Corona konnten allein in 2020 fast 400 fallbezogene Personal-Schulungen in Kitas und Schulen vorgenommen werden. Für die zweite Jahreshälfte 2021 liegen zudem bereits fast 30 Anträge für geplante Klassenfahrtbegleitungen vor. Die positiven Rückmeldungen der betroffenen Eltern zeigen: Das Projekt ist ein wichtiger Baustein zur gleichberechtigten Teilhabe für Kinder mit Diabetes“, so die Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie, die Deutsche Diabetes-Hilfe – Landesverband Nordrhein-Westfalen – und der Verein Pro Kid e.V. in einer gemeinsamen Erklärung.

Zu den verschiedenen Angeboten steht auch ein Informationsflyer in digitaler Form auf der Homepage des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) unter www.mags.nrw/broschuerenservice zur Verfügung.
 

Zum Hintergrund:

Im Jahr 2019 hat das MAGS ein Handlungskonzept auf den Weg gebracht, um die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes sicherzustellen. Zur Umsetzung wurde ein „Runder Tisch“ mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Diabetesversorgung eingerichtet.

Wesentliche Bausteine des Konzeptes sind die Bereitstellung von Schulungsprogrammen für Kita- und Schulpersonal sowie die Verbesserung der Kommunikationswege für betroffene Familien, indem klare Zuständigkeiten und konkrete Ansprechpartner festgelegt werden. Die Organisation und Durchführung der Schulungen und Klassenfahrtbegleitungen erfolgt über eine zentrale Koordinierungsstelle, an die sich Betreuungs- und Bildungseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen wenden können.

Eine Diabetes mellitus Typ-1-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen stellt einen Einschnitt in das Leben von Betroffenen und ihren Familien dar und bedeutet oftmals Einschränkungen im Alltag erkrankter Kinder und Jugendlicher, die deren Teilhabechancen erheblich beeinträchtigen. Im Fokus der Problematik steht dabei die Betreuung in den Kitas und Schulen, die das Personal und die Eltern oftmals gleichermaßen vor Herausforderungen stellt.