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MAGS.NRW: Gesundheitsminister Laumann zum Welt-AIDS-Tag 2020: Zugang zu Test- und Beratungsangeboten auch in Corona-Pandemie wichtig

Anlässlich des diesjährigen Welt-AIDS-Tags 2020 am 1. Dezember macht Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf die Bedeutung von HIV-Test- und Beratungsstrukturen auch in Zeiten der Corona-Pandemie aufmerksam: „Eine frühzeitige Diagnose und Therapie der HIV-Infektion ermöglicht in sehr vielen Fällen eine gute Lebenserwartung mit viel Lebensqualität. Das dürfen wir trotz Corona-Pandemie nicht vergessen. Wer Hilfe braucht, kann in Nordrhein-Westfalen auf ein gutes Netz von Angeboten zurückgreifen.”

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert daher das Informationsportal www.hiv-sti-test.nrw. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine Vielzahl qualitätsgesicherter Beratungs- und Testangebote zu HIV, anderen sexuell übertragbaren Infektionen und Hepatitis beim Öffentlichen Gesundheitsdienst und bei den Aidshilfe-Vereinen in freier Trägerschaft.

Das Online-Portal bietet dafür eine Suchfunktion nach Ort mit Umkreissuche, Angebot und Zielgruppe. Zudem können sich Interessierte vor einer möglichen Beratung erste Informationen über HIV, anderen sexuell übertragbaren Infektionen und Hepatitis C, mögliche Anlässe zum Test und die Testverfahren verschaffen. Dazu erklärt Minister Laumann: „Die enormen Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in der Pandemie und die Umsetzung der notwendigen Hygieneregeln bei allen Beratungsstellen führen zwar zu einer Einschränkung des Test-Angebotes. Das Portal kann Ratsuchenden allerdings helfen, derzeit verfügbare HIV-Test-Angebote zu finden.”

Die Angst vor Diskriminierung im Falle eines HIV-positiven Testergebnisses ist ein wesentlicher Hinderungsgrund, ein Testangebot aufzusuchen. Gesundheitsminister Laumann fordert anlässlich des Welt-AIDS-Tages daher auch: „Wer keine Ausgrenzung befürchten muss, findet leichter den Weg zu den Angeboten der Prävention, Beratung, Test und Unterstützung. Unsere Gesellschaft – also wir alle –sind hier nicht nur am Welt-AIDS-Tag gefragt, Akzeptanz zu fördern und gegen Diskrimierung vorzugehen.“

Die Landesbehinderten- und -patientenbeaufragte Claudia Middendorf appelliert ebenfalls an Hilfesuchende, die bestehenden Angebote zu nutzen: „Die leicht steigende Zahl an Neuinfektion in Deutschland in diesem Jahr zeigt uns, dass wir auch in der aktuellen Situation das HI-Virus nicht aus den Augen verlieren dürfen. In den vergangenen Jahren wurden in der Behandlung viele Erfolge erzielt, dennoch bleibt es weiterhin wichtig, den Zugang zu Therapie- und Testangeboten zu gewährleisten und diese weiter auszubauen.“

Im Jahr 2019 hat die geschätzte Zahl der HIV-Neuinfektionen landes- und bundesweit leicht zugenommen. Gemäß den aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts haben sich im Jahr 2019 in Nordrhein-Westfalen geschätzte 540 Menschen neu mit dem HI-Virus infiziert. Damit stieg die Zahl der Neuinfektionen um 30 im Vergleich zum Jahr 2018. Im Bundesgebiet gab es im Jahr 2018 geschätzte 2.400 Neuinfektionen, wohingegen sich im Jahr 2019 etwa 2.600 Menschen mit HIV infizierten.