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CDA: CDA legt Homeoffice-Konzept vor

Arbeiten im Homeoffice gehört seit der Corona-Pandemie für Millionen Beschäftigte zum neuen Arbeitsalltag. Für die Zeit nach der Pandemie fordert die CDA verlässlicher Regeln für Beschäftigte und Arbeitgeber. Mit dem Konzept leistet der Arbeitnehmerflügel einen wichtigen Debattenbeitrag zu den laufenden Verhandlungen über ein Homeoffice-Gesetz.

Zum gesamten Konzept geht es hier.

Die FAZ berichtete nun über die Vorschläge der CDA.

Der Beitrag ist hier zu lesen.

Auch Karl-Josef Laumann äußerte sich in dem Artikel. „Ich bin überzeugt, am besten können sich die Sozialpartner um die betrieblichen Abläufe kümmern. Deshalb bin ich auch für ein Mitbestimmungsrecht auf betrieblicher Ebene beim Homeoffice. Aber dort, wo es keine Betriebs- und Personalräte gibt, darf nicht wilder Westen sein. Da muss ein Homeoffice-Gesetz klare gesetzliche Rahmenbedingen setzen. Wir müssen dabei eine Gradwanderung schaffen: Ich will, dass Homeoffice ermöglicht wird, aber das muss von beiden Seiten freiwillig sein.

Homeoffice darf kein Sparprogramm für Unternehmen werden. Aber auch kein Rechtsanspruch der Beschäftigten.

Es kann nicht sein, dass am Ende Betriebe ihre Leute im wahrsten Sinne des Wortes nach Hause schicken, um selbst die Miete zu sparen. Ein Betrieb lebt doch vom sozialem Austausch der Mitarbeiter. Wenn wir Arbeit nur auf das Wesentliche reduzieren, geht uns etwas verloren.“
Konkret fordert die CDA:

  • Die Rechtsposition der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer muss für das Arbeiten im Homeoffice gestärkt werden.
  • Betriebs- und Personalräte sollen ein Recht bekommen, um mobile Arbeit und Telearbeit mitzugestalten.
  • Kein Arbeitnehmer darf dazu gezwungen werden im Homeoffice zu arbeiten.
  • Geleistete Arbeitszeit soll auch beim mobilen Arbeiten oder bei der Telearbeit erfasst, dokumentiert und grundsätzlich vollumfänglich vergütet werden.
  • Beschäftigte sollen ein Recht auf Abschalten und Nichterreichbarkeit erhalten.
  • Für die regelmäßige Bereitstellung der Räumlichkeiten durch den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin sollen sich Arbeitgeber an den anfallenden Kosten beteiligen.
  • Analog zur Pendlerpauschale soll für jeden Tag im Homeoffice ab dem Jahr 2020 eine Arbeitsecke steuerlich absetzbar sein.
  • Der Unfallschutz soll auch auf das Arbeiten im Homeoffice ausgeweitet werden.
  • Führungskräfte und Beschäftigte sollen für das Arbeiten im Homeoffice geschult werden. Durch Homeoffice darf zudem der Erfolg von betrieblicher Ausbildung nicht gefährdet werden.