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MAGS.NRW: Obdachlose Menschen riskieren auf der Straße Gesundheit und Leben

Land verdoppelt Mittel für Kältehilfen auf 200.000 Euro

Sozialminister Karl-Josef Laumann hat die Mittel für Kältehilfen für obdachlose Menschen verdoppelt: In diesem Winter stehen dafür 200.000 Euro aus der Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit „Endlich ein ZUHAUSE!“ zur Verfügung. Die freien Träger der Wohnungslosenhilfe können damit beispielsweise Schlafsäcke und Isomatten beschaffen und an Menschen verteilen, die auf der Straße leben. Im letzten Winter hatte das Land für diesen Zweck erstmals 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.

„Wenn es im Winter kalt wird, riskieren obdachlose Menschen auf der Straße ihre Gesundheit und sogar ihr Leben“, sagte Minister Laumann. „Ihnen wollen wir unkompliziert helfen, damit sie nicht erfrieren.“ In Deutschland müsse niemand unter freiem Himmel leben. Es sei Aufgabe der Kommunen und Kreise, wohnungslosen Menschen eine Unterkunft anzubieten. Viele Kommunen stellen im Winter zusätzliche Notschlafplätze zur Verfügung, unterstützt von der freien Wohlfahrtspflege. „Jeder Mensch hat einen Rechtsanspruch auf eine Unterbringung. Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass es Obdachlose gibt, die diese Angebote nicht annehmen“, so Laumann.

Rund 50 freie Träger der Wohnungslosenhilfe aus allen Teilen des Landes haben Mittel für Kältehilfen in diesem Winter beantragt und bekommen diese in einem unbürokratischen Verfahren zügig bewilligt. Auch diesmal liegt ein Schwerpunkt auf den Städten des Ruhrgebiets und der Rheinschiene, es sind aber auch ländliche Regionen wie das Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, das Sauer- und das Siegerland, das Bergische Land und der Niederrhein dabei.

Zum Hintergrund:

Im Kampf gegen die Wohnungslosigkeit unterstützt das Land die Kommunen und freien Träger der Wohnungslosenhilfe mit der in diesem Jahr gestarteten Landesinitiative „Endlich ein ZUHAUSE!“. Dafür sind die Landesmittel zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit erheblich aufgestockt worden: auf 4,85 Millionen Euro im Jahr 2019. Im kommenden Jahr sollen noch einmal 2 Millionen Euro dazukommen.