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CDA: 38. Bundestagung der CDA in Essen

Mitten im Herzen des Ruhrgebietes fand dieses Jahr am 18./19. Mai die 38. Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands statt. Über zwei Tage tagten auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen die rund 320 Delegierten. Auf der wohl schönsten Zeche der Welt wurde Karl-Josef Laumann als Bundesvorsitzender bestätigt, ein neuer Bundesvorstand gewählt und viele wegweisende Beschlüsse getroffen. Aber der Reihe nach:

Es ist Samstagfrüh und die ersten Delegierten werden auf dem Zechengelände mit strahlendem Sonnenschein begrüßt. Neben dem großen Förderturm weist ein Banner den Weg: Zur CDA Bundestagung geht es an überdimensionierten Kabeltrommeln vorbei, direkt in die Halle 12. Aus ganz Deutschland finden sich die Delegierten an diesem Wochenende in Essen ein. Um 13 Uhr ist es dann soweit, Karl-Josef Laumann eröffnet die 38. Bundestagung. Ein Tagungspräsident ist schnell gefunden, Ralf Brauksiepe übernimmt die Regie für die kommenden zwei Tage. Begrüßt werden die Delegierten von Dennis Radtke, der mitten im Europawahlkampf steckt. Als CDU Kandidat für das Ruhrgebiet, gibt er einen Einblick in die Stimmung der Region.

Kurz darauf berichtet Karl-Josef Laumann über die Arbeit der CDA der letzten zwei Jahre.

Hervorzuheben sind dabei insbesondere die erfolgreichen Koalitionsverhandlungen. Viele Herzensanliegen der CDA, wie die paritätische Finanzierung der Krankenkassen oder die Stabilisierung des Rentenniveaus, konnten realisiert werden. Aber auch die hohe Wertschätzung der CDA innerhalb der CDU betont er in seiner Rede. Er mahnte aber auch an: Die CDA wird sich intensiver mit dem Klima- und Umweltschutz beschäftigen müssen. Die Bewahrung der Schöpfung muss mit dem Schutz von Arbeitsplätzen und sozialer Sicherung einhergehen.

Diesen Stichpunkt nahm anschließend auch der DGB Chef Reiner Hoffmann in seinem Grußwort dankend auf. Er betonnte die gute Zusammenarbeit zwischen den Gewerkschaften und der CDA. Auch beim bevorstehenden Strukturwandel, sei er digital oder ökologisch, gelte es weiter an einem Strang zu ziehen.

So setzt sich der neue Bundesvorstand der CDA zusammen.

Vorneweg, Karl-Josef Laumann wurde mit 90,9 Prozent als Bundesvorsitzender bestätigt. Und auch Christian Bäumler wurde als erster stellvertretender Bundesvorsitzender mit 81,7 Prozent wiedergewählt. Bundesschatzmeister ist weiterhin Willi Zylajew. Neue stellvertretende Vorsitzende sind Axel Knoerig sowie Dennis Radtke. Mit Elke Hannack, Dagmar König, Alexander Krauß und Matthias Zimmer bilden sie den geschäftsführenden Vorstand der CDA. Nach langjährigem Engagement scheiden Ralf Brauksiepe und Max Matthiesen aus dem Bundesvorstand aus.
Mit 32 Kandidaten für den erweiterten Bundesvorstand (26 Beisitzer) waren die Wahlen in diesem Jahr besonders spannend. Insbesondere die Junge CDA durfte sich letztlich freuen: Alle drei Kandidaten, Mandy Bruchmüller-Neuling, Janna Gall und Steve Wasyliw haben den Sprung in den Bundesvorstand geschafft. Neben den jungen Nominierungen gab es drei weitere Veränderungen im Bundesvorstand. Stefan Böck, Christian Brandt und Martina Richter komplementieren fortan den Bundesvorstand. Der gesamte Bundesvorstand ist hier zu sehen: Bundesvorstand

AKK referiert und diskutiert mit den Delegierten.

Im Oktober 2018 war Annegret Kramp-Karrenbauer noch als Generalsekretärin der CDU zu Gast beim Bundesausschuss. Bei der Bundestagung in Essen wurde sie nun als Parteivorsitzende von den Delegierten begrüßt. Mit viel Wertschätzung tauschte sie sich mit den Delegierten über Sozial- und Gesellschaftspolitik, aber auch über die Rolle der CDU allgemein aus.

Umtrunk im Oktogon und die Vorläufer eines Marathons.

Spät wurde es am Abend beim Umtrunk auf dem alten Bergwerkgelände. In ausgelassener Atmosphäre konnten sich die Delegierten über die bisherige Tagung austauschen. Sprichwörtlich mussten sie allerdings am kommenden Morgen die Zeche zahlen. Aufgrund eines Marathons, der am Sonntagmorgen über das Tagungsgelände führte, mussten die Delegierten bereits um 7.30 Uhr das Hotel verlassen. Mittels Bussen fanden die Delegierten ihren Weg durch die Sicherheitsabsperrungen.Zum Grußwort von Paul Ziemiak war der Saal allerdings wieder gefüllt und auch mit ihm entstand eine rege Diskussion mit den Delegierten. Im Vordergrund stand dabei das PlusRenten Modell der CDA. Dabei betonte er, dass bei Sozialfragen die Ideen des Arbeitnehmerflügels der CDU stets geschätzt werden.

Anträge, Anträge, Anträge

Neben dem Leitantrag galt es auf der Bundestagung über 146 Anträge zu entscheiden. Bemerkenswert: Der Leitantrag wurde kurzerhand mit den Voten der Antragskommission beschlossen. Die Delegierten waren sich einig, das Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft „Wohlstand für Alle“ muss auch für kleine Einkommen gelten. Der Leitantrag macht Vorschläge, um dieses Versprechen einzulösen. Hier sind die Beschlüsse zu finden.

Bei den Allgemeinen Anträgen wurde dagegen umso intensiver diskutiert. Einem Diskussions-Marathon gleich, endete die Bundestagung dann schließlich mit dem letzten Antrag am Sonntagmittag. Alle finalen Beschlüsse sind auf der CDA Homepage zu finden.