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Staatssekretär Laumann fordert Verbesserungen beim Patientenorientierten Beschwerdemanagement

Im Mittelpunkt unseres Gesundheitssystems müssen die Interessen der Patientinnen und Patienten stehen. Das gilt selbstverständlich auch für die Versorgung in den Krankenhäusern. Die Sichtweise der Patientinnen und Patienten und ihre Beschwerden können hier einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten. Aus diesem Grund wurde 2013 mit dem Patientenrechtegesetz das Patientenorientierte Beschwerdemanagement (PatBM) verpflichtend eingeführt. Doch wie werden die gesetzlichen Vorgaben eigentlich in der Praxis umgesetzt? Das wollte auch der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, wissen. Er hat deshalb beim AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben, deren repräsentative Ergebnisse nun vorliegen.

Die gute Nachricht ist: In den von der Studie erfassten Krankenhäusern ist das PatBM weitgehend implementiert. Im Bereich der Beschwerdeannahme und -bearbeitung verfügen die Krankenhäuser zu über 90 Prozent über strukturierte und/oder schriftlich niedergelegte Prozessabläufe. Auch findet in den allermeisten Fällen eine Dokumentation der Beschwerden statt und die Beschwerdeführer erhalten eine Rückmeldung. Die Studie zeigt aber auch Defizite – zum Beispiel bei der Personalausstattung für das Beschwerdemanagement und bei der Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Defizite müssen nun beseitigt werden, um den Nutzen des PatBM für die Patientensicherheit in vollem Umfang ausschöpfen zu können.

Staatssekretär Laumann hat deshalb einen Forderungskatalog vorgelegt, damit etwa Kriterien wie Qualität und Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten ein noch größeres Gewicht erhalten. „Neben einer ausreichenden Personalausstattung und einer guten Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss vor allem verbindlich und strukturiert festgelegt werden, wie mit den Beschwerden im Krankenhausalltag umgegangen wird. Sonst nützt der beste Hinweis nichts“, sagt Laumann. Die Studie des AQUA-Instituts sowie den Forderungskatalog von Staatssekretär Laumann finden Sie hier: