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Kampf gegen Krankenhausinfektionen: Projekt AHOI präsentiert erste Ergebnisse

Quelle: www.patientenbeauftragter.de

Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, fördert seit rund einem Jahr das Projekt „AHOI – Patient im Boot“ der Universitätsmedizin Greifswald. Ziel des Projekts ist es, die Hygieneprävention in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu verbessern und die Infektion mit multiresistenten Keimen zu verhindern. Erste Ergebnisse werden heute in Berlin von den Projektpartnern vor Abgeordneten und Experten vorgestellt.

Staatssekretär Laumann lobt den innovativen Ansatz von AHOI: „Bisher standen beim Kampf für mehr Hygiene vor allem die Mitarbeiter der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Fokus. Mit AHOI werden erstmals auch Patienten, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu aktiven Partnern bei der Vermeidung von Krankenhausinfektionen. Sie werden zum Beispiel über Hygienestandards aufgeklärt und ermuntert, sich an deren Umsetzung zu beteiligen. Das Personal wiederum erhält spezielle Schulungen, wie Pflegebedürftige und Patienten mit den Hygienemaßnahmen vertraut gemacht werden können. Außerdem lernen die Beschäftigten, wie man konstruktiv mit Rückmeldungen umgeht. Dieser Ansatz ist aus meiner Sicht vielversprechend, um Infektionen mit multiresistenten Erregern zu verhindern und das Personal zu entlasten.“

Infektionen gehören zu den häufigsten Komplikationen medizinischer Behandlungen. Schätzungen zufolge sind in Deutschland jedes Jahr 400.000 bis 600.000 Menschen davon betroffen. Etwa 10.000 bis 15.000 Menschen verlieren dadurch ihr Leben. Infektionen mit multiresistenten Erregern sind dabei besonders schwer behandelbar. „Die Dimension des Problems zeigt, wie wichtig Hygiene und ein effektiver Infektionsschutz sind. Experten gehen davon aus, dass ungefähr ein Drittel der Infektionen bei medizinischen Behandlungen vermeidbar wären. AHOI kann hier einen ganz wichtigen Beitrag leisten, den Menschen viel Leid und Schmerz zu ersparen. Darum unterstütze ich die Projektpartner aus voller Überzeugung“, sagt Staatssekretär Laumann.

Die beteiligten Partner am Projekt AHOI sind:

Universitätsmedizin Greifswald

  • Institut für Hygiene und Umweltmedizin (Prof. Axel Kramer, PD Dr. Nils-Olaf Hübner)
  • Klinik und Poliklinik für Chirurgie (Prof. Claus-Dieter Heidecke)
  • Gemeinsam in der Paul-Leopold-Friedrich-Arbeitsgruppe

Ernst-Moritz-Universität Greifswald

  • Lehrstuhl für ABWL und Gesundheitsmanagement (Prof. Steffen Fleßa)

KOMPASS e.V. – Koordinierte medizinische Versorgung für Patientensicherheit und sektorenübergreifenden Infektionsschutz

Weitere Informationen zum Projekt AHOI sind im Internet zu finden unter http://www.ahoi-infektionsschutz.de/.