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Informationsbesuch am St. Antonius-Hospital Gronau

Zu einem Informationsbesuch waren heute Staatssekretär Karl-Josef Laumann und Landtagskandidatin Heike Wermer im St. Antonius-Hospital Gronau zu Gast. Die CDU-Politiker waren gekommen, um sich vor Ort über die Leistungsfähigkeit des Hauses zu informieren und sich auszutauschen. Das Treffen fand in den Räumen des European Robotic Institue, dem Ausbildungszentrum für roboterassistierte Chirurgie am Gronauer Krankenhaus, statt. So konnten die Besucher einen guten Eindruck vom Entwicklungsstand des Hauses, insbesondere in der innovativen Medizintechnik, gewinnen. In Anwesenheit der Betriebsleitung und Rainer Doetkotte, CDU Vorsitzender Gronau, stellte Geschäftsführer Ludger Vormann die St. Antonius-Hospital Gronau GmbH als Gesamtunternehmen vor. Mit rund 1.400 Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen ist das Unternehmen größter Arbeitgeber der Stadt. Dabei werden rund 115 Auszubildende in sechs Berufen ausgebildet u. a. an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Gronau, die in Kooperation mit dem Stadtlohner Krankenhaus betrieben wird.

Vor dem Hintergrund anhaltenden Wachstums stellte Dipl. Kaufmann Vormann die Aufgabe, qualifiziertes Fachpersonal nach Gronau zu locken und geeignete Auszubildende für den eigenen Nachwuchs zu finden, als besondere Herausforderung dar. Damit stieß er auf offene Ohren des Staatssekretärs im Bundesministerium für Gesundheit, Karl-Josef Laumann, der sich u.a. für gute Ausbildungsangebote in der Region stark macht. Es herrschte jedoch Einigkeit darüber, dass man vor dem Hintergrund unzureichender öffentlicher Finanzierung durch das Land NRW dabei zwangsläufig an Grenzen gerate.

Geschäftsführer Vormann stellte im Anschluss die einzelnen ambulanten und stationären Leistungsbereiche in der Alten- und Krankenhilfe vor und betonte dabei, dass es zwar einige Bereiche mit überregionaler Bedeutung gebe, dass man sich aber seiner Aufgabe als Regionalversorger sehr im Klaren sei und an dieser Aufgabe festhalten werde.

Dass das St. Antonius-Hospital sehr gut aufgestellt ist, belegten die Leistungszahlen, auch mit Blick auf die vergangenen Jahre. Alleine in den letzten 20 Jahren haben sich die Fallzahlen bis heute verdoppelt. Diese Entwicklung hält konstant an und zeigt sich unter anderem an den laufenden Bauaktivitäten am Gronauer Krankenhaus, die das weitere Wachstum und vor allem die Aufrechterhaltung der sehr hohen medizinischen Qualität vor Ort erst möglich machen. Dabei steht das Unternehmen laut Geschäftsführung unter erheblichem Druck, da ein Großteil der Investitionen durch eigene Finanzierung gestemmt werden müsse, weil öffentliche Förderzuschüsse bei weitem nicht ausreichen, den heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht werden zu können. Dass er als Minister in NRW einiges anders machen würde, daran ließ Karl-Josef Laumann keinen Zweifel.

Geschäftsführer Ludger Vormann verwies erneut auf die schwierige Refinanzierung dringend erforderlicher Investitionen, die häufig nach außen hin bei weitem nicht so sichtbar seien, wie etwa ein neuer Gebäudekörper. Hier vertraue man auf einen lösungsorientierten Dialog mit der Politik.

Wie notwendig eine gesicherte Krankenhausfinanzierung ist, wurde nicht zuletzt deutlich, als Dr. Jürgen Wigger, ärztlicher Direktor des Gronauer Krankenhauses, sehr eindrücklich den Stand der Dinge bei minimalinvasiven Operationsverfahren anhand kleiner Filmsequenzen darstellte. Ebenso vermittelte ein Kurzvortrag von Businessmanagerin Esther Grävemäter mit Liveschaltung in den Roboter-OP Saal die hohe Qualität und Bedeutung des Center for Robotic Medicine Germany in Gronau als deutschlandweit führendes Zentrum für roboterassistierte Chirurgie.

Bei der Besichtigung des Roboter-Trainingssystems zeigten sich die CDU-Politiker beeindruckt von der medizinischen und pflegerischen Leistungsfähigkeit und Qualität in Gronau und attestierten ihren Gastgebern hervorragende Ergebnisse.

Text und Fotos: Ansgar Höing, St. Antonius-Hospital Gronau