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Chancenarmut bekämpfen

Karl-Josef Laumann zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Das Bundeskabinett hat heute den 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung beschlossen. Der Bericht erscheint einmal in jeder Legislaturperiode und analysiert die Lebenslagen der Deutschen, etwa Einkommenssituation, Bildung, Erwerbstätigkeit und Wohnen.

Für den CDA-Bundesvorsitzenden Karl-Josef Laumann zeigt der Bericht: „Die stark gesunkene Arbeitslosigkeit und die steigenden Löhne haben vielen Menschen in den letzten Jahren spürbar mehr Einkommen ermöglicht, das gilt auch für Geringqualifizierte. Jugendarbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit sind stark gesunken. Die CDU-geführte Bundesregierung hat eine erfolgreiche und ausgewogene Wirtschafts- und Sozialpolitik betrieben.“

„Klar ist auch, nicht alle Menschen haben von der guten Entwicklung gleichermaßen profitiert. Das gilt für Menschen, die immer noch in der Langzeitarbeitslosigkeit feststecken, dass gilt aber auch für manche Beschäftigte. Wir haben mit dem Mindestlohn eine Untergrenze für die Löhne eingezogen und den Arbeitsmarkt bei Zeit- und Leiharbeit reguliert. Viele Menschen müssen trotzdem für einen kleinen Lohn sehr hart arbeiten. Vor allem die steigenden Mieten belasten Familien mit kleinem Einkommen stark. Hier müssen wir gegensteuern. Mieten müssen bezahlbar bleiben. Wohneigentum muss auch für mittlere Einkommen erschwinglich sein“, so Laumann weiter.

Chancenarmut bekämpfen

„Armut darf nicht zu Chancenarmut werden. Wenn mangelnde Bildung und dauerhafte Arbeitslosigkeit Perspektiven rauben, schwindet das Vertrauen in den Staat und die Gesellschaft. Vor allem die junge Generation braucht alle Chancen auf Aufstieg und Teilhabe. Für einen Teil der Kinder und Jugendlichen in diesem Land bieten sich – aufgrund der Verhältnisse, aus denen sie kommen – kaum noch diese Perspektiven. Gegenwärtig verlassen zehntausende Jugendliche jedes Jahr die Schule ohne Schulabschluss. 13 Prozent der 25-34-Jährigen haben keinen Berufsabschluss. Häufig leiden sie unter unsicheren Arbeitsverhältnissen und Arbeitslosigkeit. Das dürfen wir nicht hinnehmen! Ich bin davon überzeugt, wir können diesen Kindern nur helfen, wenn wir ihnen eine direkte, unbürokratische und vor allem ganzheitliche Hilfe anbieten“, hob der CDA-Bundesvorsitzende hervor.

Gute Löhne durchsetzen

Abschließend betont er auch die Bedeutung der Tarifpartner für gute Löhne: „Gute Löhne müssen vor allem im wachsenden Dienstleistungsbereich durchgesetzt werden. Das ist Aufgabe von Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die CDA setzt sich deshalb weiter für eine Stärkung der Tarifpartner ein. Dort wo es eine hohe Tarifbindung gibt, werden auch ordentliche Löhne gezahlt.“