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CDU kritisiert Landesentwicklungsplan: „Land steht auf der Bremse“

Die münsterländische CDU befürchtet, dass der neue Landesentwicklungsplan die positive Entwicklung der Region bremst und nicht unterstützt. „Das Münsterland boomt und das Land steht auf der Entwicklungsbremse“, sagte der CDU-Bezirksvorsitzende Karl-Josef Laumann. Auch wenn das Land den Gemeinden nun größere Spielräume bei der Ausweisung neuer Siedlungsflächen einräumen wolle als zunächst vorgesehen, werde dies in vielen Münsterlandgemeinden nicht ausreichen. Wenn eine kleine Gemeinde nun 20 Prozent über den vom Land aus demographischer Entwicklung, Ersatzbedarf und Fluktuation berechneten Grundbedarf hinaus ausweisen dürfe, seien das letztlich nur ein paar Wohneinheiten mehr. „Es geht ja nicht nur um die Menschen, die hier bleiben wollen, sondern auch um die, die wegen des hervorragenden Arbeitsmarktes und des guten Wohnumfeldes ins Münsterland ziehen wollen“, sagte Laumann. Vor diesem Hintergrund sei die nachträgliche Benennung westfälischer Regionen als Wachstumsregionen als so halbherzig zu bewerten wie sie wohl auch tatsächlich gemeint sei.

Lob gab es von der CDU für das Fracking-Aus. „Gerade die CDU-Abgeordneten aus dem  Münsterland haben sich im Bundestag, im Landtag und auch im Regionalrat immer gegen das Fracking engagiert“, sagte der CDU-Politiker. Fracking sei im Münsterland, wo die Menschen sich stärker mit der Natur verbunden fühlen als in großstädtisch geprägten Regionen, nicht vermittelbar.  Wenn die Menschen wegen einer Technologie, deren Nutzen nicht einmal bezifferbar sei, Angst um ihr Trinkwasser hätten, müsse man die Finger von der Technologie lassen. „Das hat nichts mit einer generellen Technologiefeindlichkeit zu tun“, sagte Laumann. Beim gegenwärtigen Stand der Forschung zum Fracking könne aber die Abwägung zwischen möglichen Risiken und möglichen Erträgen nur zu einer Ablehnung führen.