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Ibbenbürener Volkszeitung: Einheits-Eiche wird 25 Jahre alt – Baum zur Wiedervereinigung gepflanzt

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung

-kro- RIESENBECK. Ein denkwürdiger Tag ist der 3. Oktober, der nach der Wiedervereinigung zum „Tag der Deutschen Einheit“ erklärt wurde. Vor 25 Jahren war ganz Deutschland in Aufbruchstimmung. Selbst im Ortsteil Birgte war dieser Tag im Jahre 1990 ein Ereignis, das besonders gefeiert werden sollten.

So hatten sich einige Bürger an der Einfahrt zu Schnellebrink Wall zusammen gefunden, um auf dem Grundstück Hof Gehring eine Eiche zu pflanzen. Karl Artmeyer, leidenschaftlicher Gärtner, spendierte einen selbst gezogenen jungen Eichenbaum, den er gemeinsam mit dem damaligen CDU-Bundestagsaspiranten und heutigen Staatssekretär Karl-Josef Laumann unter dem Jubel der Anwesenden pflanzte. Es wurde an diesem Tag nicht nur das Deutschlandlied gesungen, sondern auch auf die Wiedervereinigung Deutschlands angestoßen. Die Festrede hielt damals der Grundstückseigentümer Alfred Gehring.

In den Folgejahren hat sich Karl Artmeyer liebevoll um den Baum gekümmert, der inzwischen eine stattliche Größe erreicht hat. Anlässlich des silbernen Jubiläums besuchten der inzwischen 84-jährige Artmeyer und Karl-Josef Laumann den Ort der Erinnerung. Laumann wünscht sich, dass dieser Baum noch hundert Jahre steht und eingebettet ist in ein freies Europa. So beständig, wie diese deutsche Eiche sich ihren Platz in der Natur erobert hat, so solle auch das friedliche Zusammenleben der Menschen in Ost und West ein Garant für eine friedfertige Welt in der Zukunft sein.