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Münsterland-CDU will Wirtschaftsregion profilieren – Karl-Josef Laumann als Bezirksvorsitzender wiedergewählt

Das Münsterland soll sich nach dem Willen der CDU stärker als Wirtschaftsregion profilieren. ¨Wir müssen die Vielfältigkeit der zukunftssicheren Arbeitsplätze im Münsterland auch über die Grenzen der Regionhinaus bekannt machen, wenn wir im zunehmenden Wettbewerb um junge Menschen bestehen wollen¨, sagte der CDU-Bezirksvorsitzende Karl-Josef Laumann beim Bezirksparteitag der Christdemokraten. Laumann, der mit rund 93% der Delegiertenstimmen als Bezirksvorsitzender wiedergewählt wurde, wies auf den differenzierten Branchenmix der münsterländischenWirtschaft hin. ¨Wir haben viele kleine Weltmarktführer, aber nicht die weltbekannten Riesenunternehmen, die das Gesicht einer Region prägen wie zum Beispiel in Ostwestfalen¨, sagte Laumann. Das sei für die wirtschaftliche Stabilität des Münsterlandes zwar gut, erschwere aber die Profilierung und die Imagewerbung.

Laumann beklagte, dass Nordrhein-Westfalen bei der wirtschaftlichenEntwicklung seit Jahren hinter den anderen Bundesländern zurückbleibe. ¨Die rot-grüne Landesregierung packt unseren Unternehmen für den Wettlauf mit ihren  Konkurrenten immer ein paar Steine mehr in den Tornister als andere  Landesregierungen¨, so der CDU-Politiker. Als Beispiel nannte er die Verkehrspolitik. Bayern habe zehn Mal mehr Straßen fertiggeplant als NRW und stünde daher wesentlich besser da, wenn Fördermittel des Bundes oder der EU 

verteilt würden. Mit Blick auf den schleppenden Ausbau der A1 zwischen Münster und Osnabrück sprach er sich dafür aus, die Planungszuständigkeiten fürBundesstraßen und Autobahnen von den Ländern auf den Bund zu verlagern. ¨Der Bund darf beim Bau der bundesweit bedeutsamen Verkehrswege nicht von ideologisch geprägten Landesregierungen wie in NRW abhängig sein¨, sagte  Laumann.

Scharfe Kritik übte Laumann an der Landesregierung auch wegen der versagten Förderung für das CARE-Institut zur Stammzellenforschung. ¨Was da passiert ist,ist an Traurigkeit nicht mehr zu überbieten¨, sagte der Christdemokrat. Die Entscheidung der Landesregierung CARE nicht zu fördern sei ¨ein Schlag ins Gesicht von Westfalen¨.

Der CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Armin Laschet schloss sich der Kritik an: ¨Wenn die zuständige Ministerin Schulze zu diesem Desaster nur  erklärt, sie könne doch nicht die Förderanträge schreiben, dann kann ich nur sagen: Einsatz für die Interessen des Landes sieht anders aus.¨ Wie eine aktive Landespolitik aussehe, könne man jetzt in Bayern sehen.

Im Mittelpunkt des Bezirksparteitages standen die Vorstandswahlen. Neben Laumann wurden als dessen Stellvertreter Sybille Benning (Münster), Annette  Brun (Borken), Karl Schiewerling (Coesfeld) und Reinhold Sendker (Warendorf) gewählt. Schriftführer bleibt Dr. Josef Gochermann (Coesfeld), seine Stellvertreterin bleibt Astrid Birkhahn (Warendorf). Beisitzer wurden Bianca Füchtenkötter (Warendorf), Robert Everwand (Steinfurt), Marc Henrichmann (Coesfeld), Dr. Christoph Holtwisch (Coesfeld), Daniel Güttler (CDA), Lena Steinkamp (JU), Dr. Heinz Janning (Steinfurt), Anne König (Borken), Eike Korte(Borken), Gertrud Schulze Westerath (Warendorf), Nadja Scholtyssek (Münster) und Christa Waschkowitz-Biggeleben Senioren Union).