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Westfälische Nachrichten: Positionsbestimmung vor den Wahlen

Quelle: Westfälische Nachrichten

Münster Wahlkampf mal ohne politische Gegner. Der Bezirksparteitag der CDU am Montag in Münster stand ganz unter dem Eindruck der bevorstehenden Bürgermeister- und Landratswahlen am 13. September. Breitband-Ausbau, Care-Institut und Straßenverkehr standen im Mittelpunkt, als die Landräte des Münsterlands mit Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe ihre Positionen zur bevorstehenden Wahl formulierten.

So meinte Lewe, dass das Münsterland eine „unglaublich große Chance hat, eine ganz bedeutende Region in Europa zu werden“. Unter einer Bedingung: Wenn die Kreise und die Stadt Münster zusammenarbeiten: „Ohne das geht es gar nicht.“

Den Abgang des Care-Instituts nach Bayern bezeichnete Karl-Josef Laumann, Chef der CDU im Münsterland, als Schlag ins Gesicht nicht nur für die Stadt Münster, sondern auch für Westfalen. „Das Institut hätte uns auch als Lichtblick für die gesamte Region gut getan und ihr ein bisschen Glanz verliehen“, trauert Laumann dem Forschungsinstitut nach.

Angesichts der Flüchtlinge, die zurzeit nach Deutschland kommen, gab sich Laumann entspannt: Nach seinen Worten ist es „sehr gut hinzukriegen“, die 10 000 Menschen, die im Münsterland erwartet würden, aufzunehmen. Wenn das gut gemacht werde, könne der Wohlstand trotz aller Probleme „genährt und nicht geschwächt“ werden. Am Ende erwartet Laumann „eine gute Situation für die betroffenen Menschen, aber auch für die Region“.

Bei den Wahlen wurde Laumann mit 86 Stimmen bei fünf Gegenstimmen wiedergewählt. Auch keine Überraschung war die Wahl seiner Stellvertreter, die ohne Gegenkandidaten antraten: Neu gewählt wurden Sybille Benning (Münster) und Annette Brun (Kreis Borken), im Amt bestätigten die Delegierten Karl Schiewerling (Kreis Coesfel) und Reinhold Sendker (Kreis Warendorf).