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Münsterländische Volkszeitung: Ministerpräsident Haseloff übernimmt Schirmherrschaft für Mauer-Projekt

Quelle: Münsterländische Volkzeitung

Im Franz-Tacke-Haus hielt Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, am Freitagabend einen Vortrag zum Thema „CDU – die Partei der deutschen Einheit.Rapreger

-kd- RHEINE. Mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Rheine endete am Freitag der offizielle Teil des Besuches des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff. Haseloff bedan kte sich darin für die Hilfe, die die Stadt Rheine ihrer Partnerstadt Bernburg in Sachsen-Anhalt in den Jahren nach dem Mauerfall unter anderem beim Aufbau einer neuen Verwaltung geleistet hat.

Besonders zufrieden war Norbert Kahle, Vorsitzender der CDU Rheine: Er hatte die Gelegenheit genutzt, dem Ministerpräsidenten ein besonderes Projekt vorgetragen. Vor einiger Zeit, so Kahle, habe man zwei Bruchstücke aus der ehemaligen Berliner Mauer erworben. Sie sollen demnächst, umrahmt von einem Pflanzenarrangement, in Rheine an den Mauerfall und die lange Partnerschaft mit Bernburg erinnern. Die Gestaltung soll nach dem Wunsch Kahles die Fachhochschule für Garten- und Landschaftsbau Bernburg übernehmen. Haseloff sagte spontan zu, die Schirmherrschaft für dieses Projekt zu übernehmen. Er werde umgehend Kontakt zum Direktor der Fachhochschule aufnehmen und ihn entsprechend „vergattern“, sagte Haseloff schmunzelnd. Er erhielt dankbaren Applaus. Anschließend fuhr Haseloff weiter zu m Franz-Tacke-Haus, wo er eine Rede zum 70-jährigen Bestehen der CDU hielt. Denn 2015 jährt sich nicht nur die deutsche Einheit zum 25. Mal, auch die CDU kann auf ein rundes Jubiläum blicken. Bei dem Vortrag standen die Entwicklung der CDU nach dem Zweiten Weltkrieg und die Herausforderungen in der Zukunft im Vordergrund.

Norbert Kahle begrüßte die rund 40 Gäste und den Ministerpräsidenten und führte ins Thema „CDU – die Partei der deutschen Einheit ein. Er erinnerte an den Fall der Mauer und die erfolgreiche Aufbauhilfe des Westens in den neunziger Jahren sowie die hervorragende Rolle, die der damalige CDU-Bundeskanzler Helmut Kohl und die CDU hier gespielt hätten. „Heute könnte Bitterfeld ein Luftkurort sein. Da ist wirklich ein Wunder passiert“, sagte er. Haseloff verließ jedoch schnell das Parkett des rein Historischen und wandte sich aktuellen Themen wie der Flüchtlingsproblematik zu. Auch in der anschließenden Diskussionsrunde wurde das Thema aufgegriffen. Karl Josef Laumann, der ebenfalls unter den Gästen war, plädierte für mehr Unaufgeregtheit bei diesem Thema. Er führte an, dass es in den vergangenen Jahrzehnten immer Migration in Deutschland gegeben habe. Er erinnerte an die Gastarbeiter der 60er und 70 Jahre, an die Flüchtlinge aus dem Bosnien-Krieg und die Zuwanderung durch deutschstämmige Russlanddeutsche in den 90er Jahren. Trotz einiger Probleme habe Deutschland dies alles gut bewältigt. „Und wir werden auch den jetzigen Flüchtlingszustrom bewältigen“, gab sich Laumann überzeugt.