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Münsterländische Volkzeitung: Umwelterkrankungen: Dicke Bretter bohren

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

rankungen: Dicke Bretter bohren

Im Gemeindezentrum St. Marien trafen sich Dorothea Stauvermann, Karin Jöhring (IKK classic), Gesine Radink, Norbert Klapper, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Monika Franke, Reiner Krauße.

RHEINE. Patienten, die an einer Umwelterkrankung leiden, sind neben Einschränkungen in ihrer Lebensführung, von der sich Gesunde kaum ein Bild machen können, auch als Patienten in vielfacher Hinsicht benachteiligt. Unter anderem gibt es kaum versierte Ärzte und Krankenhäuser und auch keine speziellen Medikamente. Nahrungsergänzungsmittel, die in dem einen oder anderen Fall nachweislich sehr helfen, dürfen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Grund genug für das Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt, den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patienten sowie Beauftragten für Pflege, Karl-Josef Laumann (CDU), zu einem Gespräch mit betroffenen Personen sowie der Regionaldirektorin Münsterland-Nord der IKK classic, Karin Jöhring, einzuladen. Sie bestätigte die gegenwärtige Kostenregelung, die aber nur der Gemeinsame Bundesausschuss ändern könne, teilte das Netzwerk in einer Pressemitteilung mit.

Karl-Josef Laumann, der sich erneut als guter Zuhörer erwies, erkannte sofort die Komplexität der einschlägigen Sachverhalte. Schnelle Hilfe konnte er nicht in Aussicht stellen. Vielmehr müssten dicke Bretter gebohrt werden. Er sagte zu, nach Berlin einzuladen, um die Problematik in einem Gespräch, unter anderem mit einem medizinischen Experten und Fachleuten aus dem Bundesgesundheitsministerium, zu erörtern.

Nach den bereits geführten einschlägigen Gesprächen mit den Bundestagsabgeordneten Kathrin Vogler (Die Linke), MdB Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen) und Jens Spahn (CDU), haben die betroffenen Patienten und die Vertreter des Versicherten- und Patientennetzwerks im Kreis Steinfurt nun die Hoffnung, damit einen großen Schritt nach vorn getan zu haben.