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Münsterländische Volkszeitung: Laumann diskutiert bürgernah über Pflege

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

iskutiert bürgernah über Pflege

Zeigte sich bürgernah in der Diskussion über Pflege: Staatssekretär Karl-Josef Laumann im Bürgerhof Schotthock.

RHEINE. Mehr als 200 Interessierte waren der Einladung des Paritätischen, des Caritasbildungszentrums für Pflege und Gesundheit sowie des Jugend- und Familiendienstes in den Bürgerhof Schotthock gefolgt, um mit Karl-Josef Laumann von der CDU über die Herausforderungen der Pflege und der Fachkräftesicherung in der Pflege zu diskutieren. Unter ihnen war eine große Anzahl an Auszubildenden in Pflegeberufen. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patienten und Bevollmächtigter für Pflege zeigte sich von seiner „bürgernahen“ Seite, als er in seinem rund einstündigen Vortrag darstellte, wie alte und pflegebedürftige Menschen in Deutschland heute leben und wie sich das Leben in den Familien abspielt. Er betonte, dass Menschen im Alter möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld leben möchten. Deshalb sei der Ausbau der Tagespflege wichtig, den er vorantreiben will. Bei der Einstufung Pflegebedürftiger wird es künftig nicht mehr drei, sondern fünf Pflegestufen geben. Von der neuen Regelung werden besonders Demenzkranke und deren Familien profitieren. Die Gesetzesänderung bringe zwar eine Erhöhung der Pflegekassenbeiträge mit sich, die aber insgesamt mit dem Verständnis der Bevölkerung mitgetragen werde, so Laumann weiter.

Eine sehr angeregte Diskussion zwischen dem Staatssekretär und den Zuhörern kam auf, als es um die generalisierte Pflegeausbildung ging. Es gelte jetzt, alle Hürden zu überwinden, um Alten- und Krankenpflege zusammenzulegen und eine einheitliche Ausbildung in der Pflege umzusetzen. Laumann betonte auch, dass alle großen Verbände diesem zustimmen. Unter den Gästen zeigte sich, dass es viele Kritiker dieser generalisierten Ausbildung gibt. Das wurde im Saal kontrovers und anregend diskutiert.