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Westfälische Nachrichten: „Gewinn teilen, dann gewinnen alle“

Quelle: Westfälische Nachrichten

Greven/Kreis Steinfurt Sie sind katholisch, zumeist Arbeitnehmer und vor allem sind sie gemeinsam in Bewegung: die Mitglieder der katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB). Am Sonntag stand auf dem Familienfest der KAB Nordmünsterland vor allem der dritte Aspekt im Vordergrund: „Wir als katholische Christen sind weltweit organisiert, setzen uns für die ein, die nicht für sich selbst einstehen können und wir sind in Bewegung, ja wir bewegen etwas“, sagte Diözesanpräses Michael Prinz beim Eröffnungsgottesdienst.

Und das spiegelte sich im Programm wider, bei dem es vor allem darum gehen sollte, „die KAB und auch die KABler untereinander ins Gespräch zu bringen und unseren Mitgliedern etwas zu bieten, was vielleicht auf Ortsebene nicht möglich ist“, erklärte Bezirksvorsitzende Sigrid Audick am Morgen.

Vor allem die kleinen und jüngsten der 200 Besucher nutzten das weitläufige Areal des Ferienhofes Wigger zum Herumfahren mit Kettcars und Bobby Cars.

Beim Frühschoppentalk mit Bürgermeister Peter Vennemeyer, Landrat Thomas Kubendorff, Staatssekretär Karl-Josef Laumann und der Bezirksvorsitzenden der KAB Nordmünsterland, Sigrid Audick, bat Moderatorin Annette Saier um Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, dem aktuellen Motto der KAB Deutschland. „Den Gewinn, den jeder Einzelne in seinem Leben hat, muss er teilen und einbringen, dann haben wir alle gewonnen“, sagte Vennemeyer. Kubendorff sieht den Sinn vor allem in Familie und Beruf. „Eine vernünftige Ehe führen, die Kinder gut erziehen und im Beruf die Möglichkeit haben, etwas zu gestalten“ – das seien die Aspekte, die sein Leben sinnvoll machten. Audick betonte ebenso das soziale Umfeld, bestehend aus der Familie und Freunden. „Dass man nicht alleine ist, macht den Sinn im Leben aus“, sagte sie, und Laumann verwies auf Kindheit und Elternhaus, „in dem Werte vermittelt werden, aus denen man später den Sinn des Lebens ableiten kann.“

Auch praktisch konnten die Besucher erfahren, wie das eigene Leben nachhaltig gestaltet werden kann. Die Ugandahilfe Rheine stellte beispielsweise anhand eines Modells ein Wasserprojekt vor, das in Afrika bereits zum Einsatz gekommen ist, und der Ghana-Kreis Greven zeigte, wie mit fairem Handel gut gewirtschaftet werden kann. „Man wird dazu gebracht, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie ein sinnvoll gestaltetes Leben aussehen kann“, fasste Antonius Maag aus Recke die Angebote des sogenannten „Markt der Möglichkeiten“ zusammen, „und das gefällt mir!“

Für eine saubere Art der Fortbewegung machte schließlich Diözesanpräses Prinz Werbung: ein restaurierter Bulli, den Jugendliche der Dorstener Arbeit im Rahmen eines Projekts zu einem Elektrofahrzeug umgebaut haben. Mit dem eT2 wird Prinz ab Mitte Juni als Copilot an der achttägigen „WAVE-Trophy 2015“, einer Rallye für Elektrofahrzeuge, teilnehmen.