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Westfälische Nachrichten: Lossprechung der Gesellen der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf „Sicheres Fahrgestell erhalten“

Quelle: Westfälische Nachrichten

Kreis Steinfurt/Rheine – >350 Prüflinge der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, die im Winter in 21 Handwerksberufen ihre Abschlussprüfung bestanden haben, erhielten jetzt ihre Gesellenbriefe.

Die Musik der Bigband des Arnold-Janssen-Gymnasiums aus St. Arnold krönte den Erfolg von 350 Prüflingen der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, die im Winter in 21 Handwerksberufen ihre Gesellen- und Abschlussprüfung bestanden haben. Mit Musik, Festreden und der Übergabe der Gesellenbriefe in der Stadthalle in Rheine feierten sie am Mittwoch mit Eltern, Ausbildern und Ehrengästen aus Politik, Handwerk und Wirtschaft ihre Lossprechung.

Während der Philosoph Sokrates vor über 2000 Jahren die Jugend von damals als „Tyrannen“ bezeichnete, die die Bewahrung der Kultur torpedierten, sehe das heute anders aus. „Die Jugend ist nicht unser Untergang, sie ist die Zukunft“, lobte Kreishandwerksmeisterin Erika Wahlbrink. Die Gesellen bat sie, ihren Weg zu suchen und von Älteren zu lernen. „Mit der erfolgreichen Absolvierung einer Berufsausbildung haben Sie diesen Weg gefunden, und das Handwerk bietet Ihnen fürs weitere Berufsleben Chancen und Perspektiven“, so Wahlbrink. „Ein sicheres Fahrgestell“ hätten die Gesellen erhalten durch „unser duales Ausbildungssystem, das praktische Fertigkeiten und theoretische Grundlagen unseres Berufes in einer bisher unübertroffenen Weise kombiniert“.

13 von 350 Prüflingen wurden für das Erreichen der Höchstpunktzahl von mindestens 87 Prozent gesondert ausgezeichnet, davon zehn Gesellen mit der Note „gut“ und drei mit „sehr gut“.

„Wir haben knapp 5000 Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt und hier seit Jahren die niedrigste Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen“, lobte Staatssekretär Karl-Josef Laumann. „Himmel und Erde hat der liebe Gott erschaffen, aber alles, was darauf steht, der Handwerker“, sagte er. „Erwerbsarbeit, die nicht anständig bezahlt wird, hat keine Würde“, mahnte Laumann, der im Nachsatz für die Eindämmung befristeter Arbeitsverträge plädierte.