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Westfälische Nachrichten: CDU nominiert Oberbürgermeister-Kandidaten 98,7 Prozent für Markus Lewe

Quelle: Westfälische Nachrichten

Nach der SPD hat auch die CDU ihren Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters nominiert: Amtsinhaber Markus Lewe wird erneut in Rennen geschickt.

„Es ist die schönste Aufgabe der Welt, Oberbürgermeister von Münster sein.“ Als Markus Lewe mit diesem Satz seine Bewerbungsrede beendete, standen die CDU-Mitglieder im Heaven auf und applaudierten drei Minuten lang.

Die Botschaft dieses Moments war klar: Markus Lewe möchte eine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister, und seine Partei möchte es auch.

Wie erwartet, gab es bei der offiziellen Nominierung des Amtsinhabers als CDU-Oberbürgermeisterkandidaten für die Wahl am 13. September eine überwältigende Mehrheit. 98,7 Prozent der Stimmen entfielen auf Lewe. In absoluten Zahlen: 274 abgegebene Stimmen, 43 ungültige Stimmen, eine Enthaltung, 230 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen. Der Prozentwert 98,7 kommt dadurch zustande, dass nach den Statuten der CDU ungültige Stimmen und Enthaltungen nicht in die Berechnung einfließen.

Lewe trifft im Wahlkampf auf seine Konkurrenten Jochen Köhnke von der SPD und Maria Klein-Schmeink von den Grünen

Ein sichtlich gut gelaunter Oberbürgermeister, der während der Kandidatenkür auch freudig sein erstes Enkelkind Frieda-Maria präsentierte, zog bei seiner Vorstellung alle Register, um die Parteifreunde zu motivieren. Er gab als Ziel aus, Münster als „eine der familienfreundlichsten Städte“ bundesweit zu profilieren. Leidenschaftlich wehrte sich der Oberbürgermeister auch gegen den drohenden Verkauf der Chillida-Skulptur im Rathausinnenhof. Als eine Dauerleihgabe der in der Abwicklung befindlichen, ehemaligen WestLB ist das Kunstwerk hochgradig gefährdet. Lewe kündigte an, sich gegebenenfalls am Tag des Abtransportes mit vielen Freunden auf die Bänke setzen zu wollen.

Der Vorsitzende der Münsterland-CDU, Karl-Josef Laumann, ließ in seinem Grußwort keinen Zweifel daran, dass die Oberbürgermeisterwahl in Münster eine überregionale Bedeutung habe. „Münster ist nicht nur für die Münsteraner da.“ Scharf ins Gericht ging er mit der münsterischen SPD, die bereits den Austritt Münsters aus der Regionalinitiative Münsterland e.V. erwogen habe. „Diese Kleingeister dürfen nicht auch noch den Oberbürgermeister stellen.“

Der Warendorfer Landrat Olaf Gericke attestierte der SPD in diesem Zusammenhang, als „kommunalpolitische Geisterfahrer“ unterwegs zu sein. „Münster braucht das Münsterland, das Münsterland braucht Münster.“ Der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert attestierte seinem münsterischen Amtskollegen, ein Oberbürgermeister mit „Herz und Verstand“ zu sein.