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Verbot der organisierten Sterbehilfe richtig

Zur gegenwärtigen Debatte um die Sterbehilfe erklärt der Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann:

„Die Sterbehilfe ist derzeit in aller Munde. Die Debatte muss geführt werden, aber sie muss auch beendet werden. Ich sehe schon mit Sorge, dass dort, wo wie in den Niederlanden Tötung auf Verlangen legalisiert wurde, die Zahl solcher Todesfälle deutlich zugenommen hat. Hingegen gibt es keine Anzeichen für eine besondere Zunahme, wo nur die Begleitung bei der Sebsttötung erlaubt ist. Daher ist das Verbot der organisierten Sterbehilfe richtig. Aber wir haben auch jetzt schon Rechtssicherheit. Wir, Angehörige oder auch Ärzte, haben die Freiheit, im Einzellfall einen Patienten beim Sterben zu begleiten. Und das ist auch richtig, wenn das Vertrauensverhältnis vorhanden ist.

Die gegenwärtige Debatte darf uns zudem nicht ablenken von weiteren drängenden Fragen: Wir haben bislang keine flächendeckende Palliativversorgung. Dafür haben wir jetzt Eckpunkte vorgelegt. Diskutiert werden muss zudem über eine sinnlose Übertherapierung am Lebensende, die den Patienten womöglich nur quält und anderen mehr nutzt als den Patienten selbst.“