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Münsterländische Volkszeitung: 3500-Euro-Spende für die Arbeit des Initiativkreises Rumänien

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

-Spende für die Arbeit des Initiativkreises Rumänien

Offizelle Spendenübergabe: Karl-Josel Laumann (vierter von rechts) hatte den Kontakt hergestellt zum DUK Versorgungswerk, dessen Vorsitzender Wilhelm Hecker den Spendenscheck an den Rumänien-Initiativkreis-Vorsitzenden Hermann Brinker (Bildmitte) im Beisein von Vereinsmitgliedern übergab.Elisabeth Willers


-ew- RHEINE. Ohne die Spende des DUK Versorgungswerks hätte der Rheiner Initiativkreis „Hilfe für Rumänien“ ziemlich auf dem Schlauch gestanden. Beim letzten Hilfstransport war irgendwo in Ungarn, unweit der rumänischen Grenze, das Transportfahrzeug verbrannt. Dank der großzügigen Spende von 3500 Euro kann die Arbeit von Heinrich Brinker und seinen Mitstreitern nun fortgesetzt werden. Die Finger im Spiel hatte CDU-Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit. Er hatte den Kontakt zur DUK hergestellt und freute sich bei der Scheckübergabe am Donnerstagabend vor der Marienkirche sichtlich über das Gelingen.

Seit 1993 organisieren Heinrich Brinker und die Vereinsmitglieder des Initiativkreises „Hilfe für Rumänien“ regelmäßig Hilfsaktionen für das Land am Schwarzen Meer. Partner in Rumänien ist die griechisch-katholischen Kirche mit Sitz in Lugoj. Geschätzte 120 Mal ist Brinker selbst schon dorthin gefahren. Im Gepäck hat er jedes Mal Kleidung für Kinder und Erwachsene, auch haltbare Lebensmittel. Zudem hat der Initiativkreis im Laufe der vergangenen 20 Jahre ganz beträchtlich am Aufbau eines Kinderheims und eines Altenheims mitgewirkt.

„Wir haben Auto und Anhänger vollgepackt mit Baumaterialien. Die Menschen dort haben nichts und sind sehr dankbar über unsere Spenden“, sagt Hermann Brinker. Vor allem nach der dramatischen Hochwasserkatastrophe vor drei Jahren seien die Not und das Elend höchst bedrückend gewesen.

Längst haben sich die Aktivitäten des Initiativkreises herumgesprochen. Immer wieder werden Kartons mit Kleidung abgegeben und in Brinkers Garage deponiert, bis der nächste Hilfstransport startet. Jedes Kleidungsstück wird vom siebenköpfigen Initiativkreis angeschaut und geprüft, ob es sauber und wirklich tragbar ist. Je nachdem, wie viele Hilfsgüter sich im Laufe der Zeit sammeln, werden dann Lastwagen oder Kleintransporter in Richtung Südeuropa gechartert.

Die Kirchengemeinde St. Marien verbinde eine lange Tradition mit Ländern im Osten Europas, erinnerte Staatssekretär Karl-Josef Laumann bei der Spendenübergabe daran, dass bereits Hilfsaktionen zugunsten von Menschen in Polen, Litauen und Rumänien initiiert wurden. Eine „bewegliche kleine Initiative“ stelle manchmal mehr auf die Beine als eine große Organisation, meinte Laumann.

Seinerseits hatte Laumann den Hilferuf aus Rheine aufgegriffen und das DUK Versorgungswerk, zu dessen 20-jährigem Firmenjubiläum er die Festrede gehalten hatte, als Sponsor gewinnen können. DUK (Dachverband der Unterstützungskassen für Deutsche Krankenhäuser) ist ein branchenspezifisches Versorgungswerk für Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Vorsitzender Wilhelm Hecker, zugleich Geschäftsführer der Krankenhausbetriebsgesellschaft Bad Oeynhausen mbH, sagte, im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen würden jedes Jahr etwa 150 Kinder operiert. Deshalb wisse man sehr genau um die Not der Menschen dort und habe die Gelegenheit genutzt, auf diesem Weg zu helfen.