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Münstersche Zeitung: Karl-Josef Laumann sprach auf Einladung der CDU in Plagemanns Mühle

Staatssekretärs Stippvisite in der Sägehalle

METELEN. Flüchten mussten am gestrigen Abend Metelens Christdemokraten. Flüchten vor einem Unwetter, das sich über dem Ort zusammengebraut hatte – und das just zu dem Zeitpunkt, als Karl-Josef Laumann, münsterländisches CDU-Urgestein zu seinem Wahlkampfauftritt in der Mühle erwartet wurde. Doch die Union machte aus der Not eine Tugend, öffnete die Türen der Mühle und verlegte den Auftritt des Staatssekretärs flugs in die Sägehalle.

Dass er hier in erster Linie Bürgermeisterkandidat Gregor Krabbe den Rücken stärkte, lag in der Natur der Sache, drei Tage vor der Kommunalwahl. Krabbe selber stellte Laumann kurz vor, nachdem er sich bei seinen Parteifreunden für die bisherige Unterstützung im Wahlkampf bedankt hatte und erklärte: „Es geht am Sonntag nicht um Mandate, sondern um Aufträge.“

Herausforderungen

Worin die bestehen könnten, das erläuterte Karl-Josef Laumann in seiner Rede, die vor allem in die Zukunft gerichtet war. Er mache sich keine Sorgen um die Strukturen für die 60- bis 70-Jährigen, blickte der Staatssekretär in die Runde seiner Zuhörer. Nein, was ihn umtreibe, das seien die Rahmenbedingungen „für die, die nicht mehr so gut können“, die Generation 80plus. Seniorengerechtes Wohnen im Ortskern nannte er als eine Herausforderung, vor der die Politik stehen werde. „Das wird eine unglaubliche Dynamik bekommen“, prophezeite Laumann.

Auf der anderen Seite gelte es, junge Menschen an den Ort zu binden. „Das ist ein Wettbewerb zwischen Stadt und Land“, weiß Laumann. Orte wie Metelen könnten da vor allem mit einem punkten: bürgerschaftliches Engagement, wie man es im Ort auch finde. Dies gelte es zu fördern, eine Kultur der Anerkennung zu entwickeln. „Diese Arbeit muss geschätzt werden.“

Dem Ort das Image als ein in die Zukunft gerichtetes Dorf zu geben, sei ferner wichtig. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass die Maßnahmen auch nachhaltig seien und dass die Kommune nicht ihre Gestaltungskraft verspiele, wie es in so vielen anderen Städten und Gemeinden im Land geschehen sei.

Dem Kandidaten Gregor Krabbe gab er mit auf den Weg, dass es im Amt auf die Teamfähigkeit ankomme und darauf, Meinungen zusammen zu führen.hsh