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Westfälische Nachrichten: Ledder Werkstätten zu fast 40 Prozent überbelegt

Quelle: Westfälische Nachrichten

Dass Institutionen wie die Ledder Werkstätten wichtig sind, steht für Karl-Josef Laumann wohl außer frage. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patienten sowie Bevollmächtigte für Pflege war am Freitag in Ledde zu Gast.

Dass Institutionen wie die Ledder Werkstätten wichtig sind, steht für Karl-Josef Laumann wohl außer frage. Dass angesichts knapper Kassen und des Themas „Inklusion“ über ihre Notwendigkeit diskutiert wird, hält der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patienten sowie Bevollmächtigte für Pflege für legitim. Dass dabei oft Maßstäbe von anderen Ländern angelegt werden, eher nicht.

„Dänemark zum Beispiel ist drei Mal Dortmund, die haben da keine Ledder Werkstätten“, flachste der Politiker gestern bei einem Besuch in Ledde, wo er mit Geschäftsführer Ralf Hagemeier und anderen über Arbeit und Perspektiven der Einrichtung diskutierte.

Die Ledder Werkstätten stehen auf der Liste der förderfähigen Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Die Zahl neuer Werkstattplätze ist in Nordrhein-Westfalen auf rund 300 pro Jahr beschränkt. Die Ledder Werkstätten planen nun den Neubau einer kompletten Werkstatt für Menschen mit geistigen Behinderungen in Hörstel-Riesenbeck. Langfristig sind dort bis zu 180 Werkstattplätze geplant. Mit den Erdarbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden, der Bezug erfolgt dann vermutlich 2016. Karl-Josef Laumann, er lebt in Riesenbeck-Birgte, hat das Projekt immer protegiert.

Die Motivation der Ledder Werkstätten: Sie erreichen eine bessere Abdeckung des westlichen Altkreises und sind damit deutlich näher an den Beschäftigten.

Die Ledder Werkstätten haben nach eigenen Angaben eine fast 40-prozentige Überbelegung der Einrichtung erreicht.