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Festredner Karl-Josef Laumann plaudert auch aus der Berliner Koalitionsrunde

Quelle: www.wn-online.de

Ob denn der Gabriel wirklich der Superminister werden würde, wollte Johanne-Christoph Ottenjann von Koalitionsverhandler Karl-Josef Laumann wissen. „Das weiß man erst hinterher“, schmunzelte das politische Schwergewicht, das derzeit zwischen Düsseldorf und Greven pendelt, aber trotzdem für die Festrede beim Wifo-Ausbildungsförderpreis noch die Zeit fand.

„Das war Weitsicht“, bescheinigte er den Wifo-Bossen, die vor 20 Jahren den Preis aus der Taufe gehoben hatten. Heute gehe die Zahl der Lehrlinge mächtig zurück. „Der Kampf der Regionen um die jungen Menschen hat begonnen.“ Laumann lobte das Zwei-Säulenmodell, bei dem das Abitur die Studierfähigkeit weiter erzielen müsse. „Das Leben fängt aber nicht erst mit dem Abitur an“, bekannte der Schlosser mit Realschulabschluss. Die Ausbildungsfähigkeit der jungen Menschen zu gewährleisten sei insofern ein weiteres ganz wichtiges Ziel.

In diesem Zusammenhang lobte Laumann auch den Schulkonsens von 2006. „Ich bin froh, dass der Kampf der Schulformen beendet ist.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende ging auch auf die veränderte Schullandschaft in Greven und dem Kreis Steinfurt ein. Die neu gegründeten Gesamtschulen müssten Studierfähigkeit und Ausbildungsfähigkeit ihrer Schüler garantieren.

Gerade das duale Ausbildungssystem sei ein gesellschaftlicher Wert an sich, um den Deutschland beneidet werde.

Ein bisschen Einblick in die Koalitionsverhandlungen gewährte das CDU-Vorstandsmitglied am Freitagabend den Gästen im Ballenlager. Er bekannte, dass er beim Thema Energiewende im „Schulterschluss mit der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft“ kämpfe. „Wachstum ohne gewerblich-industrielle Produktion ist nicht machbar“, warnte Laumann vor einer zu starken Belastung der Industrie durch die Energiewende.

Viel Beifall und das neue Greven-Buch aus dem Aschendorff-Verlag gab´s für den Festredner.