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Zufriedener Laumann, glücklicher Daldrup

Quelle: Allgemeine Zeitung

Zufriedene Gesichter bei CDU und SPD im Münsterland. Während sich Karl-Josef Laumann über sechs Direktmandate freut, zieht Bernhard Daldrup endlich in den Bundestag ein.

Etliche Anläufe hat er gestartet, wollte in den Landtag, ins Europaparlament und auch in den Bundestag. Diesmal hat es geklappt: Bernhard Daldrup, der Chef der Münsterland-SPD hat ein Ticket nach Berlin. In der Nacht zu Montag stand es fest: Der Sendenhorster zieht über die Landesliste in den Bundestag ein. Im direkten Vergleich hatte er gegen den CDU-Mann Reinhold Sendker keine Chance. 51,32 Prozent holte der bei den Erststimmen, der 57 Jahre alte SPD-Mann kam auf 32 Prozent.

Erst gegen drei Uhr am Montagmorgen stand fest: Die Landesliste zieht bis Platz 29, Daldrup stand auf Platz 17. Trotz des Erfolges: Pünktlich um halb zehn saß Daldrup in der Sitzung des Regionalrates, dort steht er an der Spitze der SPD-Fraktion. Glückwünsche gab es, Blumen, das Übliche eben. Und die nett gemeinte Frotzelei des Regionalrat-Vorsitzenden Engelbert Rauen (CDU), der mit Blick auf eine Große Koalition in Berlin meinte: „Sagen Sie mal, Herr Daldrup, wird es Ihnen eigentlich schwer fallen, Frau Merkel zur Kanzlerin zu wählen …“

Auch für den Generalsekretär der Landes-SPD, André Stinka, könnte sich durch die Wahl neue Möglichkeiten ergeben. Da der amtierende Staatssekretär im Innenministerium, Hans-Ulrich Krüger (Wesel I) über die Liste in den Bundestag einziehen wird, muss sein Posten neu besetzt werden. Vermutlich bekommt einer aus der SPD-Fraktion jetzt den Job angeboten. Konsequenz: André Stinka (Dülmen) wäre als erster Nachrücker Mitglied der SPD-Landtagfraktion. Nächste Nachrück-Kandidatin wäre Elisabeth Veldhues aus Rheine.

Grund zur Freude hat auch Karl-Josef Laumann. „Ich bin überglücklich, dass die CDU alle sechs Direktmandate im Münsterland geholt hat“, sagt der CDU-Fraktionschef im Landtag. Vor allem das gute Ergebnis der beiden Kandidaten in Münster und im Tecklenburger Land sei „überragend“. „Die beiden haben einen tollen Wahlkampf hingelegt und sind dafür belohnt worden. Diese beiden Wahlkreise sind ja kein Selbstläufer.“