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Vierte Industrieschau in Wettringen

Kutschfahrt mit Parteifreunden: Bundestagspräsident Norbert Lammert (r.) erkundete im offenen Zweispänner die Industrieschau zusammen mit MdB Jens Spahn, MdL Karl-Josef Laumann und Bürgermeister Engelbert Rauen (v. l.). Foto: Sven Rapreger

Quelle: www.mv-online.de

Kutschfahrt mit Parteifreunden: Bundestagspräsident Norbert Lammert (r.) erkundete im offenen Zweispänner die Industrieschau zusammen mit MdB Jens Spahn, MdL Karl-Josef Laumann und Bürgermeister Engelbert Rauen (v. l.).	 Foto: Sven Rapreger

Kutschfahrt mit Parteifreunden: Bundestagspräsident Norbert Lammert (r.) erkundete im offenen Zweispänner die Industrieschau zusammen mit MdB Jens Spahn, MdL Karl-Josef Laumann und Bürgermeister Engelbert Rauen (v. l.). Foto: Sven Rapreger

Wettringen – Die vierte Industrieschau hat am Sonntag mit einem neuen Besucherrekord für beste Laune bei Unternehmern, Veranstaltern und Organisatoren gesorgt. Aus der gesamten Region strömten die Leute – ebenfalls sichtlich gut gelaunt – ins Industriegebiet und erzeugten das Gefühl von Volksfest.

Paris und Wettringen haben etwas gemeinsam: Auf den Tag vor 113 Jahren, am 14. April 1900, wurde die dritte Pariser Weltausstellung eröffnet. „Paris hatte nur drei Weltausstellungen. In Wettringen jedoch wird heute bereits die vierte Industrieschau eröffnet. Paris wurde also von Wettringen abgehängt.“ Und damit war er mittendrin im Thema seiner Festrede: die Globalisierung und der regionale Strukturwandel. Der protokollarisch zweite Mann im Staate, Bundestagspräsident Norbert Lammert, eröffnete als Festredner beim politischen Frühschoppen die Industrieschau im Gewerbe- und Industriegebiet.

Die über 400 Gäste in der Halle Ewering – darunter eine illustre Schar politischer Größen aus Gemeinden, Kreis, Land und Bund – waren gespannt. Norbert Lammert, CDU-Politiker aus Bochum und seit 2005 Präsident des Bundestages, ist als eloquenter Redner bekannt – „der begabteste Redner in Berlin“, wie Wettringens Bürgermeister Engelbert Rauen in seiner Begrüßung sagte. Und die gespannte Zuhörerschaft sollte nicht enttäuscht werden. Sein Thema hatte Lammert passend gewählt: die Globalisierung, die auch und gerade ein Thema in den regionalen Betrieben des Mittelstandes im Wettringer Gewerbegebiet sein müsse.

Nach diesem weiten Bogen über die Bundes- und Weltpolitik landete Bundestagspräsident Norbert Lammert wieder in Wettringen. „Das Münsterland und Wettringen sind schöne Beispiele für einen Strukturwandel im Zeitalter der Globalisierung, der auch ohne große Subventionen auskommt“, sagte Lammert. Ganz anders das Ruhrgebiet: „Hier hat der Strukturwandel weder schnell noch gründlich geklappt – trotz hoher Subventionen.“ Auch für diesen unerwarteten Seitenhieb auf die eigene Heimat des CDU-Politikers gab es am Ende stehenden Applaus der über 400 Gäste in der Halle Ewering.

Das Ziel, die geschätzten 25 000 Besucher der Industrieschau 2009 zu bestätigen, haben Gemeinde und Organisatoren locker übertroffen. Am späten Nachmittag waren sich Franz Lohaus, Vorsitzende des Verkehrsvereins, und Moderator Norbert Bröskamp einig, dass die 30 000er-Marke gefallen war. „Ich würde sogar sagen, dass es 35 000 Besucher waren“, meinte Lohaus. Unabhängig von einer Besucherzahl war das Gefühl an diesem Sonntag klar: Die Industrieschau war ein Erfolg. Vor allem am Nachmittag schoben sich wahre Menschenmassen durch die wenigen Straßen des Gebietes. Mit Kindern auf den Schultern, Katalogen und Broschüren in Tüten sowie grünen Gießkannen in der Hand schlenderten sie von einem Unternehmen zum nächsten.