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Laumann auf Gronau-Tour

Quelle: www.wn-online.de

Kaffee, Kinderstation und Kanal-TÜV als Gesprächsthemen für CDU-Sozialpolitiker

Strammes Programm für den münsterländischen CDU-Chef Josef Laumann in Gronau und Epe: Auf Einladung von CDU-Bürgermeisterkandidat Hartwig Withöft führte der Sozialpolitiker vor Ort gleich mehrere Gespräche.

Franz Niehoff jun. gab in der Kaffeerösterei Niehoff, zunächst einen Überblick darüber, wie sich das mittelständische Unternehmen auf dem Markt positioniert und behauptet. „Wenn Sie so wollen, sehen Sie hier die größte Bio-Kaffeerösterei der Welt“, so Niehoff mit einem zwinkernden Auge, aber auch nicht ganz ohne Stolz. Dass im Westmünsterland jeden Monat 240 Tonnen Kaffee aus biologischem und fair gehandeltem Anbau geröstet und vertrieben werden, lässt Laumann nicht unbeeindruckt: „Wenn das hier seit 80 Jahren läuft, dann ist das schon eine tolle Sache. Die Lebensmittelbranche ist hart umkämpft. Und bei Kaffee denken doch alle immer an die Großen in Hamburg oder Bremen.“

In der DRK-Kindertagesstätte „Zum Regenbogenland“ trafen sich die CDU-Politiker dann mit den Initiatoren von ‚Pro Kinderstation Gronau’. Gründerin Stephanie Wiroth-Koop hatte zu Beginn des Jahres alle Parteien um Unterstützung gebeten und angeboten, sich mit der Initiative zu treffen um zu beratschlagen, wer und wie helfen kann. Mit Karl-Josef Laumann, der von 2005 bis 2010 Gesundheits- und Sozialminister des Landes Nordrhein-Westfalen war, hatte Withöft den richtigen Diskussionspartner im Gepäck. Im Gespräch mit Wiroth-Koop, Michael Förster und Birgit Hüsing-Hackfort wurde schnell klar: Es sind dicke Bretter zu bohren. „Eines steht fest“, so Laumann: „Sie brauchen die volle Unterstützung der Politik und Sie brauchen die Bereitschaft des Krankenhauses, eine Kinderstation wieder betreiben zu wollen. Und auch dann wird es noch schwierig genug, wenn es in ein Genehmigungsverfahren geht, bei dem weitere Instanzen, Kostenträger und Verbände beteiligt sind.“ Der 55-jährige Landtagsabgeordnete gab der Initiative dann noch weitere Tipps für die Arbeit, so die CDU in einer Mitteilung.

Beim Treffen mit der Bürgerinitiative ‚Alles dicht in Gronau?’ in der Gaststätte Concordia wurde schnell klar: Klaus Gube und seine Mitstreiter mussten im Saal niemanden mehr überzeugen. Inhaltlich auf einer Linie, bestärkte Laumann die Aktivisten darin, weiterhin gegen einen ausufernden Kanal-TÜV mobil zu machen und sagte zu, den kommenden Gesetzesentwurf im Landtag unter die Lupe zu nehmen.

Am Mittwochabend stand ein Auftritt vor rund 80 Zuhörern im Dinkelhof auf dem Plan. Hartwig Withöft skizzierte einleitend seine Schwerpunktthemen im Wahlkampf und machte deutlich, dass für ihn die drei Themenfelder Wirtschaft, Arbeit und Soziales sehr eng miteinander verbunden sind. „Wenn es in einem dieser Bereiche hakt, hat das unmittelbare Auswirkungen auf die beiden anderen Gebiete“, so der 50-jährige Betriebswirt.

Laumann griff die Punkte in seiner sehr grundsätzlichen Rede auf, die dennoch sehr kommunalpolitisch zugeschnitten war. Drei große Herausforderungen der Zukunft müssen sich die Städte im ländlichen Raum stellen, so Laumann: dem demografische Wandel in der Gesellschaft, dem Halten bzw. Gewinnen von gut ausgebildeten Fachkräften vor Ort und der Beibehaltung bzw. Steigerung der Attraktivität der Kommune. Für Familien sei wichtig, dass sie eine gute Infrastruktur und gute Arbeitsplätze vorfinden. „Das Angebot an Kita-Plätzen, Büchereien und Sportstätten muss stimmen. Und pflegen Sie Ihre Gewerbesteuerzahlenden. Schließlich wollen die Ausgaben auch finanziert sein.“