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Traumergebnis für Christina Schulze Föcking

Quelle: www.wn-online.de

129 von 132 möglichen Stimmen: Mit einem Traumergebnis wählte der CDU-Kreisverband Steinfurt Christina Schulze Föcking erneut zur Vorsitzenden. Die Burgsteinfurterin hatte vor zwei Jahren den Vorsitz von Karl Josef Laumann übernommen.

Das C stehe nicht nur für „christlich“, sondern auch für „cool“, sage sie Jugendlichen, die sie im Düsseldorfer Landtag besuchen und der CDU ein konservativ-verstaubtes Image anhängen wollen. Und das C steht, zumindest im Kreisverband Steinfurt, spätestens jetzt auch für „Christina“. Denn mit 129 von 132 möglichen Stimmen wurde Christina Schulze Föcking am Montagabend beim Kreisparteitag der CDU mit einem Traumergebnis als Kreisverbands-Vorsitzende bestätigt.

Im Moment, als Kreisgeschäftsführer Johannes Machill das Auszählungsergebnis verkündete, da war es mit der Coolness jedoch schnell vorbei: „Ich bin gerührt von dem großen Vertrauen“ gestand eine sichtlich bewegte Vorsitzende, und: „Dieses Ergebnis freut mich wirklich von tiefstem Herzen.“ Und auch die Delegierten im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik blieben nicht „cool“: Minutenlang applaudierten sie der Frau an ihrer Spitze.

Ein bisschen hatte Schulze Föcking ihr – wie MdB Jens Spahn befand – „fast schon sozialistisches“ Ergebnis auch Karl-Josef Laumann zu verdanken. Der hatte beim TOP 7, der Wahl der Vorsitzenden, die Versammlungsführung übernommen und die Delegierten knapp angewiesen: „Darf ich Sie bitten, den weißen Stimmzettel mit JA zu kennzeichnen.“ Eine alternativlose Anweisung, die im Saal für Heiterkeit sorgte – und brav befolgt wurde. Nur ein einziger Delegierter kreuzte dennoch Nein, an, zwei enthielten sich, alle anderen sagten tatsächlich JA.

Schulze-Föcking selbst hatte zuvor ihre Partei zu Geschlossenheit und Engagement aufgerufen, sich für die Unterstützung bedankt, die sie in den vergangenen zwei Jahren erfahren habe und die „unverantwortliche Verschuldungspolitik“ der rot-grünen Landesregierung gebrandmarkt. Die programmatische Vorschau auf den kommenden Bundestagswahlkampf überließ sie dem Bundestagsabgeordneten Jens Spahn. Der forderte seine Partei auf, im Wahljahr 2013 klar zu machen, dass es ein Unterschied sei, wer in Berlin regiere – eine Kanzlerin Angela Merkel oder „dieser, der gerne Sparkassendirektor geworden wäre“. Die CDU stehe für Solidarität in Europa, aber nicht für eine Vergemeinschaftung von Schulden. Sie wolle eine Energiewende, bei der aber der Strom bezahlbar bleibe. Die demografische Entwicklung bei Rente, Pflege, Gesundheit, „soziale Gerechtigkeit“ als Chancen- und Leistungsgerechtigkeit und die Integrationspolitik seien weitere Topp-Themen der Union im Wahlkampf.

Er sei „von Grund auf optimistisch“ für die Bundestagswahl meinte Spahn, wenn es gelinge, die Menschen von solchen Unterschieden zu überzeugen. Und weil die Union „einfach cooler“ sei.