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Starke Gewerkschaften sind Kernsubstanz der sozialen Marktwirtschaft

Quelle: www.ivz-online.de

Der Bundesvorsitzende der CDA und Politiker, Karl-Josef Laumann, hat auf der Neujahrsbegegnung der IGBCE betont, wie wichtig starke Gewerkschaften für die soziale Marktwirtschaft sind. Sie trügen dazu bei, dass Spielregeln eingehalten und Werte so sichergestellt würden.

IBBENBÜREN. „Man kann überall gut arbeiten, wo alle einander achten“, ist Karl-Josef Laumann überzeugt. Er sei froh, dass „unsere Vorväter sich bewusst für die soziale und nicht für eine rein kapitalistisch orientierte Marktwirtschaft entschieden“ haben, versicherte der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) am Freitagabend während der Neujahrsbegegnung des IGBCE-Bezirks Ibbenbüren in der Gaststätte Leugermann.

„Freiheit, Verantwortung und Respekt vor den anderen“ – zur Sicherstellung dieser Werte brauche es Spielregeln. Starke Gewerkschaften, die unverzichtbar zur Kernsubstanz der sozialen Marktwirtschaft gehörten, trügen dazu bei, dass diese Regeln eingehalten würden, machte Laumann deutlich.

Umso wichtiger sei es, auch den Kindern zu sagen, sie sollten in die Gewerkschaft gehen, denn es gebe immer noch viel zu tun, rührte er die Werbetrommel für die Arbeitnehmervertretungen.

In Düsseldorf werde viel über Bochum und wenig über die Region geredet, bedauerte Laumann, obwohl die Schließung des Bundeswehrstandortes Rheine in 2017 und der Ibbenbürener Zeche ein Jahr später seiner Meinung nach die gleiche Dimension haben wie eine Schließung des Opel-Werkes. Dennoch ist ihm vor den kommenden Jahren nicht bange, denn das Tecklenburger Land ist „keine Region von gestern, sondern eine mit guter Zukunft“, erklärte der Riesenbecker.

Wenn man den Strukturwandel selbstbewusst und im engen Schulterschluss angehe, könne man in der Region gut leben, ist er sicher.

Auch Heinz Steingröver sieht die Region gut aufgestellt. „Schulterschluss und Zusammenhalt mussten wir uns nicht von den Kumpels abgucken“, sagte der Ibbenbürener Bürgermeister in seinem Grußwort auch stellvertretend für die Verwaltungschefs der anderen Bergbaukommunen.

Die Bürgermeister der Region hätten immer auf der Seite der IGBCE und des Bergbaus gestanden, und auch „wenn wir einen falschen Beschluss nicht ändern können, werden wir alles tun, was in unserer Macht steht, um uns auf das Ende des Bergbaus vorzubereiten“, versprach Steingröver.

„Die Steinkohle ist noch nicht tot“, sagte Ralf Becker, Leiter des IGBCE-Landesbezirks Nord, und erinnerte daran, dass das in Stade geplante Steinkohlekraftwerk geringere CO2-Werte gehabt hätte als das im Bau befindliche Gaskraftwerk.

Friedhelm Hundertmark, Leiter des IGBCE-Bezirks Ibbenbüren, blickte auf ein bewegtes vergangenes Jahr zurück und versprach, sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern den kommenden Herausforderungen zu stellen. Er forderte alle Politiker auf, im Hinblick auf prekäre Beschäftigungsverhältnisse und soziale Gerechtigkeit genauer hinzusehen.

„Es gibt Themen in der Arbeitswelt, die wir nicht haben wollen“, machte er deutlich, dass trotz jeder Menge guter Gewerkschaftsarbeit in der Vergangenheit noch sehr viel Arbeit auf alle Beteiligten warte.

Das Blasorchester des Musikvereins „Glückauf“ Anthrazit Ibbenbüren e.V. unter der Leitung von Klaus Schulz hatte die Gäste der traditionellen Neujahrsbegegnung der IGBCE musikalisch begrüßt.