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Demografische Entwicklung macht Sorgen

Quelle: www.wn.de

Karl-Josef Laumann ist beim Grünkohlessen des CDU-Ortsverbandes zu Gast

Der Landtagsabgeordnete Karl-Josef Laumann war jetzt zu Gast bei der Ladberger CDU und berichtete über die Entwicklungen in der Landespolitik.

Auf Einladung des Ortsverbandes der CDU Ladbergen hatten sich zahlreiche Teilnehmer zum traditionellen Grünkohlessen zum Jahresbeginn in die Gaststätte „Waldsee“ eingefunden.

Neben Bürgermeister Udo Decker-König gab sich auch Josef Wilp, vormals Mitglied des Landtages für die CDU, die Ehre. Karl-Josef Laumann ließ sich ebenfalls von eisigen Temperaturen nicht abhalten, in das Heidedorf zu kommen, um das Gespräch mit den Parteimitgliedern vor Ort zu suchen, die sich nach der Winterwanderung auf ein warmes Essen freuten.

In seinem Grußwort ging der Fraktionschef der CDU im Düsseldorfer Landtag unter anderem auf die Haushaltspolitik der Landesregierung ein. Das Land NRW sei in dieser Legislaturperiode das einzige, das erneut Schulden in Milliardenhöhe mache, obwohl alle anderen Bundesländer auf Konsolidierungskurs seien. Dies könne man angesichts der sprudelnden Steuereinnahmen auch und gerade in diesem Land kaum einem Bürger klar machen. „Es bleibt doch für die Menschen in unserem Land die Frage, wann denn überhaupt noch konsolidiert werden soll, wenn in einem Jahr mit den höchsten Steuereinnahmen in der Landesgeschichte weiter Schulden gemacht werden“, sagte Laumann.

Er sehe aber mit Blick auf das vergangene Jahr vor allem auch Grund zur Dankbarkeit, da die wirtschaftliche Situation in Deutschland insgesamt trotz der krisenhaften Stimmung fast im gesamten Rest Europas weiterhin stabil sei. Arbeitslosenquoten wie in Spanien von über 25 Prozent, bei den Jugendlichen gar von über 40 Prozent, kenne unser Land nicht. Dies sei nicht nur eine Leistung der Bundespolitik, sondern auch vieler kreativer Unternehmer, die sich immer wieder auf dem Weltmarkt behaupten. Aber auch viele Arbeitnehmer und die Gewerkschaften hätten in den vergangenen Jahren mit eigenen Beiträgen etwa bei der Lohnpolitik erheblich zur wirtschaftlichen Stabilisierung beigetragen.

Sorgenvoll blickt Laumann auf die demografische Entwicklung, die langsam spürbar werde. Die Jahrgänge 1955 bis 1965 seien die letzten geburtenstarken gewesen, danach sei ein erheblicher Geburtenrückgang zu verzeichnen. „Dieser wird künftigen Finanzministern noch viel Probleme bereiten, wenn für zwei Erwerbstätige, die in Rente gehen, nur ein neuer Steuerzahler am Arbeitsmarkt erscheint“, erläuterte Laumann.

Auch das durch die Änderungen des kommunalen Finanzierungssystems durch die Landesregierung geschaffene Gefälle bei der Mittelversorgung der Gemeinden zu Lasten des ländlichen Raums sei so nicht hinnehmbar. Es könne nicht angehen, dass nun auch die ländlichen Kommunen soviel an finanziellem Entscheidungsspielraum verlören, dass sie alle Entscheidungen durch die Kommunalaufsicht der Bezirksregierungen genehmigen lassen müssten. Dies habe mit kommunaler Selbstverwaltung nichts mehr zu tun.