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„Johannes-Paul wäre Mitglied der KAB gewesen“

Quelle: www.mv-online.de

Rheine – „Ich bin mir sicher, wenn Papst Johannes-Paul in Rheine gewohnt hätte, wäre er Mitglied der KAB gewesen“, sagte Karl-Josef Laumann in seinem Festvortrag am Sonntagmittag anlässlich des 50. Jubiläums der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Josef Rheine im Dechant-Fabry-Haus mit Blick auf die Werte der Sozial- und Bildungsbewegung. Mit Stolz und Dankbarkeit könne man zurückblicken, auf das, was man in 50 Jahren gemeinsam auf den Weg gebracht hätte. Jubiläen seien jedoch immer auch dafür da, nach vorne zu schauen. Mit Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen im Kreis Steinfurt und den immer älter werdenden Mitgliedern, stellte Laumann die Grundsatzfrage: „Brauchen wir den Verbandskatolizismus überhaupt noch?“

„Natürlich“, ertönte eine entschlossene Stimme aus dem Kreis der Jubilare – und auch Karl-Josef Laumann kam letztendlich zu dem Schluss: „Ich glaube, wir brauchen die katholische Soziallehre auch in Zukunft.” Wirtschaft und Staat hätten in erster Linie die Aufgabe, die Arbeitswelt so zu gestalten, dass Familien auch in Zukunft noch zusammenleben könnten, was aufgrund von „befristeten Arbeitsverträgen aus Prinzip“ immer schwieriger würde und kritisch zu hinterfragen sei.

Rheines stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Helmes stärkte mit ihrem Grußwort den Zusammenhalt: „Gemeinschaft macht stark und das Leben erst lebenswert.“ Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst führte Michael Remke-Smeenk durch das Festprogramm. Die zahlreichen Jubilare wurden durch den Präses, Bernhard Lütkemöller, und den Bezirkspräses, Günter Hillebrandt, für ihre langjährige Mitgliedschaft in der KAB geehrt.
Pfarrer Alfred Brömmelhaus wurde zudem unangekündigt vom Vorsitzenden Hans Josef Pollmann zum Ehrenpräses ernannt. „Meilensteine des Lebens sind auch Jubiläen“, sagte Pollmann, der sich auch selbst über zahlreiche Glückwünsche zur Goldenen Hochzeit mit seiner Frau Gerda freute.

„Die KAB sorgt dafür, dass christliches Denken und Handeln nicht aus dem Blick gerät, denn die Arbeit ist für den Menschen da, nicht der Mensch für die Arbeit“, sagte Hans Josef Pollmann.