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Laumann zum Armutsbericht: „Politik und Tarifpartner müssen genauer hinschauen“

Quelle: www.cda-bund.de

Der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann erklärt zu den Berichten über den Entwurf des vierten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung: „Es ist bedrückend, dass Beschäftigte mit unterdurchschnittlichem Einkommen unter dem Strich Einbußen hinnehmen mussten. Das zeigt, dass Politik und Tarifpartner im Niedriglohnsektor genauer hinschauen müssen. Wo keine Tarifverträge sind oder zustande kommen, muss eine Lohnuntergrenze gelten.

Außerdem muss die ungleiche Entlohnung in der Leiharbeit beseitigt werden. Viele Leiharbeiter verdienen für gleiche Arbeit am gleichen Ort erheblich weniger als Stammkräfte. In der Metall- und Chemiebranche haben Gewerkschaften und Leiharbeits-Arbeitgeber schon Zuschläge vereinbart. Wenn die Tarifpartner die Lohndiskrepanz nicht bald auch in anderen Branchen spürbar verringern, dann sehe ich gesetzlichen Handlungsbedarf.

Dass die Menschen Arbeit haben und dafür anständig bezahlt werden, ist der wichtigste Beitrag zur Überwindung von Einkommensunterschieden. Weil ein anständiges Einkommen Voraussetzung dafür ist, sparen und Vermögen bilden zu können, wirken Lohnuntergrenze und Entgeltgleichheit in der Leiharbeit der ungleichmäßigen Vermögensverteilung entgegen.“