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Der letzte Stein ist festgemauert – Das Marienheim Wettringen wurde nach dem Um- und Neubau eingeweiht

Quelle: www.mv-online.de

Wettringen. Mit dem symbolischen Einsetzen des letzten Sandsteins und einem großen Festakt wurde am Mittwoch die Gesamteinrichtung Marienheim eingeweiht. Mit eingemauert wurde eine Rolle mit Daten des Neubaus und ihrer Erbauer sowie mit dem Wunsch: „Möge in diesem Hause segensreiche Arbeit geleistet werden zum Wohle der Menschen mit Behinderungen. Das erbitten wir von der barmherzigen Gottesmutter“.

Ihr zu Ehren wurde der Platz vor dem Heim als „Marienplatz“ eingeweiht. Auf ihm fand auch die etwa 300 Jahre alte Marienstatue – nun restauriert – ihren endgültigen Platz. Sie war mit dem Weggang von Pastor Bernhard Avermiddig nach Metelen gewechselt. „München hat einen Marienplatz – Wettringen hat einen Marienplatz. Und mitten darauf haben auch wir unsere Statue“, sagte Marienheim-Geschäftsführer Michael Niehues. Zur Schlusssteinlegung segnete Weihbischof Christoph Hegge das Heim, den Platz und die Marienstatue, sowie anschließend auch die Kapelle im Haus.

Der Altar und die Türen sind in besonderem Apfelholz ausgeführt. Das Altarbild zeigt geöffnet einen farbenfrohen Regenbogen mit einer weißen Taube sowie ein Kreuz, wenn es geschlossen wird. „Es vereint mit dem Regenbogen als Zeichen des Alten Bundes das Kreuzzeichen des Neuen Bundes“, erklärte der Künstler Egbert Verbeek, der das Altarbild gestaltet hat. In der anschließenden Feierstunde lobten Redner aller beteiligten Verbände und Förderer aus Politik und Kirche die Verwirklichung der Inklusion mitten im Dorf, mitten in der Gesellschaft. „Wettringen hat sich mit dem Heim für die Würde des Menschen entschieden“, sagte Karl-Josef Laumann als Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. „Dafür, dass Menschen mit Behinderungen sich in Wettringen so richtig wohlfühlen können“.

Bürgermeister Engelbert Rauen erinnerte sich noch gut an seine Messdienerzeit in der Krankhauskapelle. „Es war sehr schmerzhaft, als wir in den 1980er Jahren das Krankenhaus aus finanziellen Gründen schließen musten“, sagte er. „Um so mehr freue ich mich, dass wir jetzt ein Wohnheim in bester Wohnlage haben“. Am Morgen vor der Feierstunde hatte Weihbischof Christoph Hegge in Konzelebration mit Christoph Backhaus und Pfarrer Désiré ein Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Petronilla gefeiert. Das Thema: „Jesus an deiner Seite“. Die Bewohner nahmen dabei aktiv teil, so legten sie persönliche Symbole vor den Altar und verlasen die Fürbitten. Am Nachmittag lud das Marienheim zu einem großen Sommerfest ein.