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Sprecher des Vorstandes der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben besichtigte die General-Wever-Kaserne

Quelle: www.mv-online.de

Rheine – „Sie können nicht über Nacht aus Schwerten Flugschare machen“, bemühte der Sprecher des Vorstandes der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), Jürgen Gehb, am Montag ein dem Standort angemessenes Bild, als er bei einem Besuch in Rheine die General-Wever-Kaserne besichtigte. Allerdings sind seit der Schließung der Kaserne vor fünf Jahren schon einige Nächte ins Land gegangen, und die Natur überwuchert nach und nach Straßen, Parkplätze und auch Gebäudeteile. Wie können die ehemaligen Kasernen sinnvoll genutzt werden? Darüber diskutierte Gehb gestern mit dem I. Beigeordneten Jan Kuhlmann, dem Bundestagsabgeordneten Jens Spahn, der den Kontakt vermittelt hatte, CDU-Landtagsfraktionschef Karl-Josef Laumann und den Rheiner Stadtplanern.

Dass keine Stadt in NRW so stark von den Strukturreformen der Bundeswehr betroffen ist wie Rheine, wurde dem Bima-Sprecher nachhaltig deutlich gemacht. „Die Damloup-Kaserne hat eine Fläche von zehn Hektar, die Wever-Kaserne 35 Hektar und die Kaserne Bentlage demnächst 285 Hektar“, sagte Beigeordneter Jan Kuhlmann. Daher wurde er auch schon sehr konkret bei den Wünschen der Stadt: „Ich stelle mir schon vor, dass man eine Art von Verfügungsfonds aufbaut, aus dem vielleicht gewisse unrentierliche Dinge gezahlt werden. Vielleicht könnten die Verkehrsflächen kostenfrei an die Stadt abgegeben werden“, so der Beigeordnete. In die gleiche Kerbe schlug MdB Jens Spahn: „Der Bund muss vor allen Dingen beim Preis schauen. Die Bundesimmobilienanstalt darf keine Preise fordern, die einfach nicht marktgerecht sind. Wenn man keinen Käufer hat für eine Kaserne wie in Bentlage, dann müsste man eigentlich auch darüber nachdenken, ob man solche Grundstücke kostenlos abgeben kann. Da müssen wir in der Politik drüber reden“.