Suche
Suche Menü

Bildungspolitik im Fokus des Interesses

Podiumsdiskussion der Landtagskandidaten

Der Lehrer Sascha Drescher (l.) moderierte die Diskussion der Landtagskandidaten: (v. l.) Sascha Nolden (FPD), Hans Bauer (Linke), Karl-Josef Laumann (CDU), Rene Rottmann (Piraten), Elisabeth Veldhues (SPD) und Silke Friedrich (Bündnis 90/Die Grünen).

Der Lehrer Sascha Drescher (l.) moderierte die Diskussion der Landtagskandidaten: (v. l.) Sascha Nolden (FPD), Hans Bauer (Linke), Karl-Josef Laumann (CDU), Rene Rottmann (Piraten), Elisabeth Veldhues (SPD) und Silke Friedrich (Bündnis 90/Die Grünen).
(Fotos: Nienhaus)



Rheine. Wenige Tage vor der Landtagswahl sind sich die sechs Kandidaten der aussichtsreichen Parteien im hiesigen Wahlkreis mit ihren Argumenten und Positionen aufeinandergetroffen. In einer Podiumsdiskussion stellten sich Karl-Josef Laumann (CDU), Elisabeth Veldhues (SPD), Silke Friedrich (Bündnis 90/Die Grünen), Sascha Nolden (FPD), Rene Rottman (Piraten) und Hans Bauer (Linke) den Schülern des Kopernikus-Gymnasiums vor.

In der voll besetzten Schulaula stand zunächst das Thema Bildungspolitik im Mittelpunkt, wobei die grüne Vertreterin Silke Friedrich den Anfang machte. Sie pries die Einführung des beitragsfreien dritten Kindergartenjahres und die Abschaffung der Studiengebühren als Errungenschaften der rot-grünen Landesregierung an, die dazu beigetragen hätten, soziale Schranken abzubauen.

Interessiert verfolgten die Schüler des Kopernikus-Gymnasiums den Schlagabtausch der politischen Argumente.

Interessiert verfolgten die Schüler des Kopernikus-Gymnasiums den Schlagabtausch der politischen Argumente.
(Fotos: Nienhaus)



Elisabeth Veldhues (SPD) wies darauf hin, dass die Landespolitik keine Schulform abgeschafft habe. Schließlich sei der Schulkonsens von allen Parteien des Landtages auf den Weg gebracht worden. „Bildung muss kostenfrei sein“, betonte Veldhues und wies auf den sich abzeichnenden Fachkräftemangel hin. „Im Jahr 2020 werden uns 620000 Fachkräfte fehlen“, sagte sie und wies auf das Programm der Landesregierung „Kein Kind zurücklassen“ hin.

Der Vertreter der Piraten, Rene Rottmann, forderte eine Neuausrichtung des Schulsystems. „Wir Piraten wollen eine flexible Schullaufbahn, bei der nach einer Primarstufe ein Kurssystem einsetzt, das eine individuelle Förderung bedeutet“, sagte er.

CDU-Kandidat Karl-Josef Laumann wies ähnlich wie Elisabeth Veldhues auf den Schulkonsens hin, der vor einem parteiübergreifend erreicht worden war. „Er schreibt auf zwölf Jahre fest, dass Nordrhein-Westfalen ein vielfältiges Schulsystem behält“, sagte er. Der Landesregierung hielt er vor, zu spät mit dem Ausbau an Kindergartenplätzen begonnen zu haben. „44000 Plätze fehlen uns noch“, meinte er.

Der Vertreter der Linken, Hans Bauer, forderte eine Rückkehr zum neunjährigen Abitur. „Wir sind für ein längeres gemeinsames Lernen“, sagte er.

Der Vertreter der FDP, Sascha Nolden, plädierte für die Wiedereinführung von Studiengebühren. „Aus Rückmeldungen weiß ich, dass es seit der Abschaffung der Gebühren an den Hochschulen wieder bergab gegangen ist“, sagte er. Allerdings sollte man künftige Studiengebühren so gestalten, dass diese erst nach Abschluss des Studiums fällig werden. Hier widersprach Piraten-Vertreter Rottmann: „Gebühren sind nicht der optimale Weg. Hochschulen zu finanzieren. Hier muss der Staat handeln“, meinte er.