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„Eingliederungshilfe ist das Kernstück von Sozialpolitik“

Quelle: www.ledderwerkstaetten.de

Glasklares Bekenntnis zu Eingliederungshilfe und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen: Karl-Josef Laumann hat am Donnerstag, 19. April, unsere Betriebsstätte Hegemann in Saerbeck besucht. Er sehe „glückliche Menschen, die eine Qualität in ihrem Leben und ihren Platz in der Gesellschaft haben“, sagte der Riesenbecker Sozialpolitiker, der mit der Ortsunion Saerbeck unter dem Vorsitz von Annegret Raffel gekommen war.

Zum mittlerweile vierten Mal hat Saerbecks CDU den Reinerlös vom Adventsmarkt unserer Einrichtung gespendet.
Karl-Josef Laumann war bis 2010 Arbeits- und Sozialminister in Nordrhein-Westfalen und ist im Schattenkabinett vom CDU-Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, Norbert Röttgen, fürs gleiche Amt gesetzt. Die Eingliederungshilfe in ihrer bestehenden, bewährten Form und die Werkstätten liegen Karl-Josef Laumann am Herzen: „Das ist das Kernstück von Sozialpolitik. Die Konsolidierung des Staates kann nicht auf Kosten der Eingliederungshilfe gehen“, sagte er bei seinem Besuch.

Er machte einen interessanten Zahlenvergleich auf: In Nordrhein-Westfalen lebten 18 Millionen Menschen, 130.000 Personen seien in der Eingliederungshilfe. Der Wert unserer Gesellschaft bemesse sich auch daran, wie man mit dieser kleinen Gruppe umgehe. Gleichwohl sieht er: Inklusion sei wichtig und richtig. So genannte Sondersysteme würden weniger und beispielsweise Förderschulen sukzessiv geschlossen. Man müsse den Arbeitsmarkt weiterentwickeln für Menschen, die nicht in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen „passen“. Beispielsweise für Personen mit Lernbehinderungen.

Beim persönlichen Gespräch mit den Beschäftigten sahen sich die Christdemokraten darin bestätigt, dass in der aktuellen Inklusionsdebatte einiges durcheinander gerate. Der allgemeine Arbeitsmarkt ist für unsere Beschäftigten in aller Regel kein Thema. Es funktioniert genau umgekehrt: Erst der geschützte Werkstatt-Rahmen mit seinen vielfältigen Angeboten und die qualifizierte Begleitung durch unsere Fachkräfte machen Teilhabe durch Arbeit – und damit die viel zitierte Inklusion – möglich. Natürlich sei die Durchlässigkeit der Systeme wichtig, betonte unser Geschäftsführer Ralf Hagemeier. Niemand werde in Werkstatt-Systemen „festgehalten“. Klar müsse aber auch sein, dass Integrationsbetriebe für einen begrenzten Personenkreis geeignet seien. Man spreche von zwei unterschiedlichen Adressaten.

Annegret Raffel überreichte unserer Bereichsleitung Franz-Josef Gude den Adventsmarkt-Erlös von 350 Euro. Aus den Spenden der vergangenen drei Jahre konnte unsere Betriebsstätte Hegemann bereits Badminton-Zubehör, ein Fußballtor und ein Outdoor-Fitnessgerät mitfinanzieren. Jetzt hilft die Saerbecker CDU bei der Anschaffung des zweiten Alu-Tores. Auf dem Adventsmarkt verkauft sie erfolgreich LeWe-Eigenprodukte wie Kerzen und k-lumets. Im Namen der Menschen mit Behinderungen dankte unser Geschäftsführer der Saerbecker Ortsunion für das Engagement.

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