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CDU-Stadtverband will Laumanns Wiederwahl

Quelle: www.ivz-online.de

Am 13. Mai wird der Landtag in NRW neu gewählt: Geht es nach der CDU in Hörstel soll Karl-Josef Laumann weiterhin den Wahlkreis 82 – Steinfurt II in Düsseldorf vertreten. Zurückhaltend mit Polemik zeigte sich der Birgter bei einem Besuch am Mittwoch in Riesenbeck.

Hörstel. Nach dem Willen der CDU in der Stadt Hörstel soll Karl-Josef Laumann erneut für die CDU im Wahlkreis 82 – Steinfurt II für den Landtag kandidieren. Dies teilte gestern der CDU-Stadtverband Hörstel mit. „Er vertritt vehement und erfolgreich die Interessen unserer Region und bietet der fatalen Schuldenpolitik von SPD, Grünen und Linkspartei Paroli“, begründete der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Karl Dierkes, den Vorschlag. Seit der Landtagswahl 2010 vertritt Laumann als Abgeordneter die Interessen der Menschen aus dem Wahlkreis 82 – Steinfurt II mit den Städten und Gemeinden Emsdetten, Hörstel, Ladbergen, Rheine und Saerbeck im Düsseldorfer Landtag. Die CDU-Verbände wählen ihren Kandidaten für den Wahlkreis Steinfurt II Mittwoch in Emsdetten.

Im heimischen Riesenbeck war Laumann Mittwochabend zu Gast der Markenversammlung Birgte/Lage. Dort zeigte sich der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion inhaltlich und in seiner Wortwahl überraschend milde gegenüber der rot-grünen Landesregierung. Von Polemik keine Spur, und das trotz der anstehenden Landtagswahl am Sonntag, 13. Mai. Den Grund dafür nannte er selber: „Das Wahlergebnis wird so werden, dass man nach der Wahl wird vernünftig reden müssen.“ Als wichtigste Entscheidung der vergangenen 19 Monate in Düsseldorf bezeichnete der Birgter den erreichten Schulkonsens.

Weniger die Schule als die verordnete Dichtheitsprüfung war jedoch der Aufreger der letzten Monate. Prompt wurde Laumann auf dieses Thema in der Versammlung angesprochen. „Ich habe in meinem politischen Leben noch nie so eine politische Bewegung gesehen wie bei der Dichtheitsprüfung“, sagte Laumann. Als einen Grund für die Aufregung nannte er, dass im Nachbarland Niedersachsen die Dichtheitsprüfung überhaupt kein Thema zu sein scheint. „Das lässt sich nicht vermitteln“, bekannte Laumann. Gleichwohl muss gewährleistet sein, dass die Abwasserleitungen tatsächlich dicht sind. Um dies zu erreichen, dürfe aber nicht mit „Kanonen auf Spatzen“ geschossen werden.

Mit Sorge betrachtet Laumann die bevorstehende Umsetzung der Energiewende. Sehr kritisch sieht er den Bau neuer Biogasanlagen, die die Monokultur fördern: „Allein die Biogasanlage in Saerbeck braucht 1000 Hektar Mais.“ Entsprechend steige der Pachtpreis im Umland. Die Zukunft sieht Laumann offensichtlich eher in der Gewinnung von Windenergie. Solche Anlagen könnten aber nicht nur auf dem Acker gebaut werden. Genauso müsse es möglich sein, Windkraftanlagen in großen Nutzwäldern wie im Sauerland aufzustellen.