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Jäger sind gegen Einschränkung durch ökologisches Jagdgesetz

Quelle: www.ivz-online.de

Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft Steinfurt-Tecklenburg

Das ökologische Jagdgesetz, das NRW-Umweltminister Remmel plant, stößt bei den hieisigen Jägern auf Ablehnung. Sie befürchten, dass ihre Interessen zu wenig Berücksichtigung finden. Ein weiteres Problem der Kreisjägerschaft ist die Schießstandsituation, diese sei unbefriedigend.

Landrat Thomas Kubendorff (l.), Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck (r.) und die Mitglieder des Vorstandes der Kreisjägerschaft freuten sich mit langjährigen Mitgliedern über die Ehrung. Wilhelm Steinmann (5.v.r.) gehört dem Verband seit 70 Jahren an. Brigitte Striehn

Tecklenburger Land. Das Bläserkorps der Kreisjägerschaft eröffnete am Samstag im Saal des Gasthofes „Mutter Bahr“ in Uffeln die Jahreshauptversammlung des Verbandes für den Bereich Tecklenburg. Der Vorsitzende Wolfgang Pieper freute sich über zahlreiche Ehrengäste.

Karl-Josef Laumann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, betonte, dass seine Fraktion keinen Grund sehe, das bestehende Jagdrecht zu ändern. Die Jägerschaft sorge dafür, dass im Münsterland Landschaft und Tierwelt intakt seien, so Laumann. Dass die CDU hinter der Jagd steht, bestätigte Bundestagsabgeordneter Dieter Jasper, während Thomas Kubendorff das Thema Reitwege ansprach.

„Wir planen die größte zusammenhängende Reitroute Europas“ erklärte der Landrat. Für die Überwachung und Kontrolle würden eigens Kräfte eingestellt. „Wir sorgen dafür, dass rund um die Wege Ruhe herrscht“, so der Politiker.

Den Jahresbericht trug Wolfgang Pieper vor. Er erwähnte unter anderem, dass derzeit im Deutschen Jagdschutzverband (DJV) eine Diskussion über bleihaltige Jagdmunition geführt werde.

In Nordrhein-Westfalen stünden die Jäger vor einer riesigen Aufgabe, führte Pieper aus. Umweltminister Remmel plane ein ökologisches Jagdgesetz. Die bekannt gewordenen Fakten, wie die Änderung der Liste der jagdbaren Tiere, das Verbot der Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren oder die Einschränkung der Fallenjagd ließen erwarten, dass die Interessen der Jäger zu wenig berücksichtigt würden.

Weitere Themen des Rechenschaftsberichtes waren der zunehmende Maisanbau für Biogasanlagen, der wegen der fehlenden Artenvielfalt eine Bedrohung für das Niederwild darstelle oder das sogenannte „Geocaching“, das zu massiven Störungen in den Einständen des Wildes und bei der Jagdausübung führe.

In der Kreisjägerschaft habe es zwei beherrschende Themen gegeben, brachte der Vorsitzende zum Ausdruck. Die Schießstandsituation sei unbefriedigend, der Vorstand suche derzeit nach einer akzeptablen Lösung. Über die Einrichtung des Willi-Hellermann-Museums berichtete Reinhard Herrmann. Es wird am 22. April im RWE-Kraftwerk in Ibbenbüren eröffnet. Die Ausstellung zeigt etwa 1500 Tiere aus der Sammlung des Präparators Willi Hellermann.

Für die Wahlen hatte der Vorstand Vorschläge erarbeitet, die von der Versammlung einstimmig bestätigt wurden. Da Reinhard Herrmann nicht mehr für den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden kandidierte, folgt ihm der bisherige Schatzmeister Thomas Peselmann nach.

Eckhard Verlemann obliegt künftig die Kassenführung. Anneliese Helmig bleibt als Schriftführerin im Vorstand. Den Kassenbericht hatte Thomas Peselmann erarbeitet. Die Kassenprüfer Diethard Veltel und Ulrich Keller bestätigten ihm eine ordnungsgemäße Buchführung, der Vorstand wurde entlastet. Neue Kassenprüfer sind Werner Wesselmann und Franz-Josef Osterbrink.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden 13 Mitglieder geehrt, darunter Wilhelm Steinmann. Seit 70 Jahren gehört er der Kreisjägerschaft an. Ulrich Hachmann berichtete über die Hegeschau.

Eine Goldmedaille erhielt Ulrich Wallmann aus dem Hegering Ladbergen, die Hegeringsmedaille in Gold für die beste Einhaltung der Abschussrichtlinien bekam der Hegering Westerkappeln.