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KAB will „neuen Aufbruch wagen“

Quelle: www.mv-online.de





NEUENKIRCHEN. „Einen neuen Aufbruch wagen“ – dieses Motto des Katholikentages 2012 gab sich auch der KAB-Bezirksverband Nordmünsterland auf seiner diesjährigen Bezirkstagung im Karl-Leisner-Haus.

Am Samstag kamen 98 Delegierten aus 31 Ortsgruppen dort zusammen. Wie erwartet wählte die VersammlungKarl-Josef Laumann (MdL) erneut zum Vorsitzenden. Seine beiden Stellvertreter sind Paul Janocha (Ochtrup) und Dieter Hast (Mettingen).

Die KAB-Bezirksleitung und ihre Gäste (v.l.): Dennis Wichmann (CAJ), Bernhardt Bockhorst (Diözesanvorsitzender), Günter Hillebrandt (Bezirkspräses), Pfarrer Markus Dördelmann (Kreisdechant), Herbert Heitmann (KAB Neuenkirchen), Josef Mersch (Regionalsekretär) und Karl-Josef Laumann (Mdl und KAB-Bezirksvorsitzender).

Die KAB-Bezirksleitung und ihre Gäste (v.l.): Dennis Wichmann (CAJ), Bernhardt Bockhorst (Diözesanvorsitzender), Günter Hillebrandt (Bezirkspräses), Pfarrer Markus Dördelmann (Kreisdechant), Herbert Heitmann (KAB Neuenkirchen), Josef Mersch (Regionalsekretär) und Karl-Josef Laumann (Mdl und KAB-Bezirksvorsitzender).
(Fotos: Wilhelm Otto Koch)



Auf der Tagung wurde deutlich: Die Bewältigung der Kirchenkrise, vor der die katholischen deutschen Bischöfe stehen, geht einher mit einer KAB-Krise. Dabei scheint die Welt in Neuenkirchen noch halbwegs in Ordnung zu sein. Das jedenfalls drückte Bürgermeiser Franz Möllering in seinem Grußwort aus, als er die lobenswerte Ehrenamtlichkeit der Neuenkirchener KAB herausstellte.

Die KAB St. Michael-St. Josef Neuenkirchen zählt immerhin 222 Mitglieder. Ihr Vorsitzender Herbert Heitmann sieht allerdings auch nach der Fusion mit St. Arnold die Tendenz eines schleichenden Rückganges.

Über „Die Aufgaben der KAB im Wandlungsprozess von Kirche und Gesellschaft“ referierte Kreisdechant Pfarrer Markus Dördelmann. Mutig und mit einem erfrischenden Realismus sprach er das aus, was viele Menschen derzeit in der katholischen Kirche und auch KAB bewegt. „Wir kommen in eine Situation hinein, die für uns neu ist und in der wir sehr gefordert sein werden“, prophezeite er. An die Ortsgruppen gerichtet, sagte Dördelmann: „Begleiten Sie die Kirche und seien Sie bereit, gewachsene Strukturen aufzubrechen“. Es käme darauf an, den Aufbruchsprozess mit zu tragen und „nicht die Totengesänge mitzusingen“.

Für den Politiker Karl-Josef Laumann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Düsseldorfer Landtag, war es in seiner Rolle als Bezirksvorsitzender seit Mitte der 90er Jahre quasi ein Heimspiel in Neuenkirchen. Im Gespräch mit der MV schloss er sich der Auffassung Dördelmanns an. „Wenn kein Nachwuchs mehr in der kleinen Ortsgruppe vorhanden ist, dann schließe ich mich eben der Nachbarortsgruppe an“, sagte er. Eine Chance sieht Laumann in der Gründung von mehr Familienkreisen, die gemeinsam etwas unternehmen. Da mache die KAB in Verbindung mit der Bildungseinrichtung in Haltern gute Angebote.

Auch die Chance mit Leuten, die in den Ruhestand gehen und noch 20 bis 30 Jahre im Leben vor sich hätten, könne man nutzen. „Gemeinschaftserlebnisse durch Veranstaltungen mit Geselligkeit und menschlicher Wärme suchen die Menschen“, sagte Karl-Josef Laumann.