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Es fehlen 44 000 Krippenplätze

Quelle: www.borkenerzeitung.de

Foto: dpa

-Hilmar Riemenschneider- Die rote Laterne dürfte Nordrhein-Westfalen behalten. Beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren läuft Familienministerin Ute Schäfer die Zeit davon. Mit einem Krippengipfel am kommenden Montag will sie dem stockenden Ausbau neuen Schub geben. Bis zum 1. August 2013 sollen 32 Prozent des Bedarfs abgedeckt sein, um den Rechtsanspruch auf einen U3-Platz erfüllen zu können. 44 000 Plätze fehlen dafür noch, für die Schäfer weiteres Geld bereitgestellt hat.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Josef Laumann beurteilte die Perspektive gestern skeptisch: „Schon jetzt ist sicher, dass die Landesregierung das 32-Prozent-Ziel nicht mehr erreichen kann.“ Zu groß sei die Verunsicherung in den Kommunen. Laumann kritisiert, dass die Dynamik des Ausbaus nach dem Regierungswechsel zu Rot-Grün abgeflacht sei. „Es gibt Geld genug im System, aber es fließt nicht ab.“ Einen Grund sieht der CDU-Familienpolitiker Bernhard Tenhumberg in bürokratischen Hürden. Weitere Ursache ist der Fachkräftemangel, bis 2017 fehlen mehr als 7300 Erzieher. Schäfer müsse dringend gegensteuern.

So müssten Erzieherinnen durch fachfremdes Personal von Zusatzaufgaben entlastet werden. Laumann sieht auch die Träger in der Pflicht, die oft nur Teilzeitverträge anböten, obwohl junge Absolventen volle Stellen anstrebten.