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Landtag bringt Schulkompromiss ein

Düsseldorf/Kreis Steinfurt. Unmittelbar nach Ende der parlamentarischen Sommerpause hat der Landtag am Freitag in einer Sondersitzung die Gesetzentwürfe zum Schulkompromiss eingebracht.

Die Fraktionen sind bemüht, die parlamentarischen Beratungen rasch zu führen. Bereits für den 05. Oktober ist eine Anhörung im Schulausschuss geplant. Verabschiedet werden soll dieser historische Kompromiss in der Plenarwoche vom 19.- 21. Oktober.

Kernstück des Gesetzentwurfes ist die Schaffung der zukünftigen Sekundarschule, die die Jahrgänge 5 bis 10 umfasst und mindestens dreizügig ist. Die Sekundarschule bereitet Schülerinnen und Schüler sowohl auf eine berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor. Die Schule wird in der Regel als Ganztagsschule geführt und umfasst nicht mehr als 25 Schülerinnen und Schüler.

„Ich freue mich, dass mit dem jetzt gefundenen Kompromiss eine jahrzehntelange Auseinandersetzung um Strukturen beendet wird. Jetzt endlich haben alle Beteiligten Klarheit für die nächsten Jahre und schulische Inhalte können wieder in den Vordergrund rücken“, so Karl-Josef Laumann MdL, der als Vorsitzender für die CDU-Landtagsfraktion die Verhandlungen um den Kompromiss führte.

Christina Schulze Föcking MdL, Kreisvorsitzende der CDU ergänzt: „Es wird auch zukünftig ein vielfältiges wohnortnahes und hochwertiges Schulangebot in NRW geben. Für die verschiedenen Situationen vor Ort bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an. Unser Schulangebot vor Ort verschwindet nicht, sondern es passt sich den aktuellen und zukünftigen Erfordernissen an.“

Eckpunkte der neu zu schaffenden Sekundarschule:

  • Als Schule der Sekundarstufe I umfasst sie die Jahrgänge 5 bis 10.
  • Sie ist mindestens dreizügig. Horizontale Teilstandortbildungen sind möglich. Bei vertikalen Lösungen kann der Teilstandort einer mindestens dreizügigen Stammschule zweizügig geführt werden, wenn damit das letzte weiterführen-de Schulangebot einer Gemeinde gesichert wird. Weitere Ausnahmen bei vertikalen Lösungen sind in begründeten Einzelfällen möglich, wenn das fachliche Angebot und die Qualitätsstandards nicht eingeschränkt werden.
  • Der – in der Regel 9-jährige – Bildungsgang zum Abitur wird durch verbindliche Kooperation/en mit der gymnasialen Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs gesichert. Wenn der Bedarf für eine mindestens vierzügige integrierte Schule mit einer eigenen gymnasialen Oberstufe besteht, ist eine Gesamtschule zu gründen, für deren Errichtungsgröße der Wert 25 Kinder pro Klasse gilt.
  • Die Sekundarschule bereitet Schülerinnen und Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor. Die neu zu entwickelnden Lehrpläne orientieren sich an denen der Gesamtschule und der Realschule. Dadurch werden auch gymnasiale Standards gesichert.
  • In den Jahrgängen 5 und 6 wird gemeinschaftlich und differenzierend zusammen gelernt, um der Vielfalt der Talente und Begabungen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.
  • Ab dem 7. Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage des Beschlusses des Schulträgers unter enger Beteiligung der Schulkonferenz integriert, teilintegriert oder in mindestens zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen.
  • Die zweite Fremdsprache im 6. Jahrgang wird fakultativ angeboten; ein weiteres Angebot einer zweiten Fremdsprache ab Jahrgang 8 sichert die Anschlussfähigkeit für das Abitur.
  • Der Klassenfrequenzrichtwert beträgt 25.
  • Die Lehrkräfte unterrichten 25,5 Lehrerwochenstunden.