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EIG feiert 25-jähriges Bestehen

Quelle: www.tageblatt-online.de

Ganz großer Bahnhof

Verstärkung aus Minden hatte sich die Uniformgruppe der EIG geholt. Die präsentierten Kleidungsstücke waren mit mehr als 100 Jahren zum Teil vier Mal so alt wie die EIG selbst. Fotos:

Verstärkung aus Minden hatte sich die Uniformgruppe der EIG geholt. Die präsentierten Kleidungsstücke waren mit mehr als 100 Jahren zum Teil vier Mal so alt wie die EIG selbst. Fotos:
(Dominik Theile)



Metelen – Ein Vierteljahrhundert gibt es sie jetzt, die Eisenbahn-Interessengemeinschaft (EIG) Metelen – das war für die Verantwortlichen am Wochenende ein guter Grund zum Feiern.

Zu Beginn des offiziellen Teils am Sonntagmorgen begrüßte Vorsitzender Hubert Kortehaneberg alle Anwesenden und blickte nicht ohne Stolz auf die Geschichte der EIG und die des 1875 erbauten Bahnhofes Metelen-Land zurück. Dieser sei ein „einmaliges Schmuckstück“ und das Museum auch durch das Internet deutschlandweit bekannt.

Anschließend gab er das Wort an Bürgermeister Helmut Brüning weiter. „Der Bahnhof hat noch eine Seele“, bemerkte dieser im Hinblick auf die „hässlich-technischen neuen Stationen“. Er lobte den Einsatz der Interessengemeinschaft für das Museum und die Traditionserhaltung: „Ihr tragt alles zusammen, was nicht niet- und nagelfest ist und irgendwie nach Bahn riecht.“ Ein besonderes Lob galt der Uniformgruppe der EIG: „Wenn ihr außerhalb auftretet, tragt ihr nicht nur eure Uniformen, sondern auch den Namen unserer Gemeinde und gebt Metelen ein Gesicht.“ Dem pflichtete auch Landrat Thomas Kubendorff bei und bezeichnete Metelen- Land als einen „Bahnhof der lebt“. Fest machte er diese These an den Statistiken von Ein- und Ausstiegen, deren Zahl sich in den letzten zehn Jahren von 200 auf 400 verdoppelt hat. Auch er lobte das große ehrenamtliche Engagement: „Aus dem Bahnhofsfest wird schon ein Dorffest“. Und schloss ab mit dem Angebot der Förderung und den Worten: „Machen Sie weiter so.“

SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer ließ es sich als bekennende Bahnfahrerin nicht nehmen, der EIG ihre Glückwünsche zu übermitteln und verglich den Bahnhof Metelen-Land mit dem ehemaligen Bahnhof von Horstmar. „Das waren die einzigen Bahnhöfe auf der Strecke, die außerhalb von Dörfern liegen. Der Bahnhof in Horstmar hat es nicht überlebt, Metelen- Land schon“, lobte Arndt-Bauer.

Das betonte auch Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW. Sie erinnerte sich an ihre Zeit als Ratsmitglied, als der Bahnhof abgerissen werden sollte: „Metelen hat nein gesagt und die Bürgerinitiative hat es endgültig gerettet. Heute verbindet Metelen-Land uns mit der Welt.“

Landtagsmitglied Karl-Josef Laumann überbrachte seine Glückwünsche und hob einen ganz neuen Aspekt des Bahnhofsmuseums hervor: „Das Museum führt auch junge Leute an die Technik heran und das ist sehr wichtig in der heutigen Zeit“, bemerkte Laumann mit Blick auf den Mangel an Ingenieuren in Deutschland. Ebenso betonte er die Bedeutung des Bahnhofes Metelen-Land für die Anbindung an größere Städte, was nötig sei, um vor allem junge Familien in Metelen halten zu können.

Zum Abschluss der Feierstunde überbrachte Heimatvereinsvorsitzender Heinz Tewes schließlich die Glückwünsche seines Vereins, bevor der Plaggenstiäkerchor mit einem Ständchen den offiziellen Teil beendete und die Kaffee- und Kuchentheke eröffnet wurde.