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Laumann: Energiewende führt zu neuen Fragen

Quelle: www.wn-online.de

CDU für Windräder im Wald

Münster – Wenn die Energiewende und der Ausstieg aus der Kernenergie gelingen sollen, muss in Deutschland Konsens darüber herrschen, dass große Waldgebiete frei gegeben werden für den Bau von Windparkanlagen. Diese Meinung vertrat der Düsseldorfer CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann bei einem Pressegespräch in den Räumen des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes in Münster.

Die Windenergie, so Laumann, sei im Bereich der erneuerbaren Energien die wirtschaftlichste und „an der Schwelle zur Marktfähigkeit“. Dass 25 Prozent der Flächen Wald seien, sei eine Stromproduktion unter Verzicht auf diese Flächen nicht machbar, zumal Windräder in dichter besiedelten Bereichen zwangsläufig Konflikte heraufbeschwören würden.

Sollten Waldbauern mit Hilfe der Windparks ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein erhalten, so sei dies zu begrüßen. „Die CDU ist nicht die Partei von RWE und Eon“, plädierte Laumann dafür, auch im Bereich der Stromerzeugung den Mittelstand zu fördern.

Sie diskutierten mit Karl-Josef Laumann (M.): Kreislandwirtin Susanne Schulze Bockeloh (v.l.), Heinz-Georg Buddenbäumer (Landwirtschaftlicher Kreisverband Münster), Johannes Röring und der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Rickfelder.Foto: Matthias Ahlke

Sie diskutierten mit Karl-Josef Laumann (M.): Kreislandwirtin Susanne Schulze Bockeloh (v.l.), Heinz-Georg Buddenbäumer (Landwirtschaftlicher Kreisverband Münster), Johannes Röring und der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Rickfelder.Foto: Matthias Ahlke



Skeptisch äußerte sich der CDU-Fraktionschef gegenüber der „hoch subventionierten Fotovoltaik“ sowie gegenüber der Produktion von Biogas.

Es sei ein „Riesenproblem“, dass beim Anbau von Energiepflanzen inzwischen deutlich mehr Pacht erwirtschaftet werde als beim Anbau von Lebensmitteln und Futtermittelpflanzen. Laumann: „Biogasanalagen sind gegenüber der Nahrungsmittelproduktion sekundär.“

Nachdrücklich bestand Laumann auf Münster als Standort der Landwirtschaftskammer. „Münster ist die Hauptstadt der Agrarpolitik in NRW.“

Mit Sorge sehen sowohl die CDU-Landtagsfraktion als auch der Landwirtschaftsverband die wachsenden Winderstände in den Kommunen gegen den Bau neuer Tierställe. Gerade die bäuerliche Landwirtschaft, die in Münster und im Münsterland vorherrschend sei, könne „ohne die Akzeptanz von Tierhaltung“ nicht existieren, so Johannes Röring, Mitglied im Vorstand des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes.