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Fachkräftemangel: Pflegeeinrichtungen müssen sich ihrer sozialen Verantwortung stellen

Quelle: www.cdu-nrw-fraktion.de

Zu der heutigen Berichterstattung über einen drohenden Fachkräftemangel im nordrhein-westfälischen Pflegesektor erklärt der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Josef Laumann:

„Die Pflegeinrichtungen sind in der Pflicht. Sie müssen sich ihrer sozialen Verantwortung stellen und für bessere Arbeitsbedingungen für ihr Pflegepersonal sorgen, bevor sie nach Pflegefachkräften aus dem Ausland rufen. Der Fachkräftemangel muss zu allererst in Deutschland gelöst werden. Alte, pflegebedürftige Menschen haben ein Anrecht darauf, sich mit den Menschen, die sie pflegen, auch verständigen zu können. Die negativen Auswirkungen von Sprachbarrieren dürfen nicht unterschätzt werden. Abwerbestrukturen sind der falsche Weg.

Fakt ist: Viele Pflegeeinrichtungen bilden zu wenig aus. Zu viele geeignete Bewerber, auch ältere Quereinsteiger, werden immer noch abgewiesen. Darüber hinaus werden gut ausgebildete und arbeitswillige Fachkräfte, die gerne in Vollzeit arbeiten würden, von den Trägern in für sie kostensparende aber für die Arbeitnehmer unattraktive Teilzeitbeschäftigungen gedrängt. Und so lange beispielsweise die Arbeiterwohlfahrt ihren Pflegekräften noch Zeitarbeitsverträge anbietet, ist der Fachkräftemangel offenbar nicht groß genug.“