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„Krankenschwester muss Arztstudium zahlen“

Rheine/Düsseldorf. Die beiden CDU Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking und Karl-Josef Laumann haben heute im Landtag gegen die Abschaffung der Studienbeiträge gestimmt. „Erneut zeigt sich, dass die Argumentation der Landesregierung nicht der wahren Realität entspricht.

Studienbeiträge hindern niemanden am Studium. Die Entwicklung der Studierendenzahl verläuft unabhängig von der Frage, ob Studienbeiträge erhoben werden oder nicht. So stieg die Zahl der Studienanfänger an nordrheinwestfälischen Hochschulen von 80.365 im Studienjahr 2005/2006 um 13 Prozent auf 90.794 im Studienjahr 2009/2010, verweist Christina Schulze Föcking auf entsprechende Studien.

„Nicht die Existenz der Studienbeiträge ist unsozial, sondern ihre Abschaffung“, so Karl Josef Laumann. „Zwei Drittel der BAföG-Empfänger waren faktisch von den Studienbeiträgen befreit. Das restliche Drittel musste die Beiträge erst bei einem eigenen hinreichenden Einkommen nach Studienabschluss zahlen. Die Landesregierung entlastet mit der Abschaffung der Studienbeiträge nicht Studierende aus einkommensschwachen Familien. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Je höher das Einkommen der Eltern, desto höher ist auch die Entlastung“, so Karl-Josef Laumann weiter.

Die Studienbeiträge haben an den Universitäten in Nordrhein-Westfalen für wesentlich bessere Studienbedingungen gesorgt. Diese müssen nun mit der Abschaffung auf Pump von allen bezahlt werden. „Letztendlich bedeutet das, dass die Krankenschwester durch ihr Steueraufkommen einem Arzt das Studium bezahlen muss“, so Karl-Josef Laumann abschließend.