Suche
Suche Menü

Arbeitnehmer brauchen Verlässlichkeit. Arbeitnehmerkonferenz in Hannover

Quelle: www.cda-bund.de

Die Forderung nach guter und geschützter Arbeit stand klar im Mittelpunkt der Arbeitnehmerkonferenz der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Gäste waren u.a. der Bundesvorsitzende, Karl-Josef Laumann MdL, Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe MdB bei der Ministerin für Arbeit und Soziales, der Hamburger CDA-Landesvorsitzende Egbert von Frankenberg sowie Dr. Max Matthiesen von der CDA in Niedersachsen.

Der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann, zugleich CDU-Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag, beschrieb das Durchstehen der Krise sowie die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und stellte dabei den wichtigen Beitrag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heraus. Dieses sei oft viel zu wenig beachtet worden und ging einher mit Arbeitsverdichtung, geringen Lohnzuwächsen und einem großen Druck auf jeden einzelnen Arbeitsplatz. Mit Blick auf die Zukunft sei es nun an der Zeit, verstärkt gute und geschützte Arbeit einzufordern. Dies sei besonders wichtig für die Einstiegs- und Familienphase. „Die Wirtschaft hat dem Menschen und den Familie zu dienen – und nicht umgekehrt. Hier brauchen wir Verlässlichkeit“. Für diesen Satz bekam der CDA-Chef den größten Applaus – nicht nur von Gewerkschaftern. Das Thema „Gerechte Löhne“ wollte Laumann nicht alleine an der Lohnhöhe festmachen. Ihm sei wichtig, dass Löhne nicht einseitig festgelegt werden, dann nämlich seien sie nicht gerecht. Er setze weiterhin auf eine soziale Marktwirtschaft, zu der auch die Tarifpartnerschaft gehöre. Können auskömmliche Löhne über einen solchen Weg nicht mehr ausreichend gesichert werden, wolle er auch intensiv über allgemeine Lohnuntergrenzen diskutieren.

Staatssekretär Ralf Brauksiepe beschrieb dazu die Erfolge im Entsendegesetz. Zwischenzeitlich seien neun Branchen mit ihren Mindestlöhnen aufgenommen und sicherten einen Großteil der Beschäftigten ab. Wichtig sei aber nun, gerade mit Blick auf die volle Freizügigkeit, die große Branche der Zeitarbeit mit aufzunehmen. „Diese Freizügigkeit darf nicht für eine Lohndrückerei missbraucht werden“, so Brauksiepe.

Dr. Max Matthiesen ging auf die Themen Bildung und Ausbildung ein. Dabei beschrieb er den Übergang von der Schule in den Beruf und den sich abzeichnenden Fachkräftemangel. Er warnte vor allerdings vor einer voreiligen Einwanderungsdiskussion. Aus seiner Sicht gilt es zuerst wieder eigene Kräfte auszubilden und Vollzeitstellen zu schaffen. „Diesen haben sich die tüchtigen im Land verdient“, so Matthiesen.