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Gewerkschaft der Polizei traf sich in Riesenbeck

Quelle: www.ivz-online.de

Karl-Josef Laumann, Fraktionschef der CDU im Düsseldorfer Landtag, (2.v.r.) informierte die Gewerkschaftsmitglieder der Kreisgruppe der Wasserschutzpolizei NRW über Verbindungen zwischen Politik und Polizei. Interessierte Zuhörer und Redner waren Heinrich Senkowski vom Landesvorstand der Gewerkschaft (v.l.), der Vorsitzende der Kreisgruppe, Achim Blömacher, Werner Lohn, Landtagsabgeordneter und Mitglied des Innenausschusses, und Karl Reeker von der Direktion Wasserschutzpolizei Bergeshövede.

Karl-Josef Laumann, Fraktionschef der CDU im Düsseldorfer Landtag, (2.v.r.) informierte die Gewerkschaftsmitglieder der Kreisgruppe der Wasserschutzpolizei NRW über Verbindungen zwischen Politik und Polizei. Interessierte Zuhörer und Redner waren Heinrich Senkowski vom Landesvorstand der Gewerkschaft (v.l.), der Vorsitzende der Kreisgruppe, Achim Blömacher, Werner Lohn, Landtagsabgeordneter und Mitglied des Innenausschusses, und Karl Reeker von der Direktion Wasserschutzpolizei Bergeshövede.
(Foto: Brigitte Striehn)



Riesenbeck. Zur Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Wasserschutzpolizei NRW in der Gewerkschaft der Polizei begrüßte Vorsitzender Achim Blömacher am Sonntag 26 Mitglieder aus ganz Nordrhein-Westfalen.

Im Hotel-Restaurant Stratmann in Riesenbeck hatten sie Gelegenheit mit Karl-Josef Laumann, Fraktionschef der CDU im Düsseldorfer Landtag, über politisch relevante Fragen der Polizeiarbeit zu diskutieren.

Als größtes Problem in Nordrhein-Westfalen bezeichnete Laumann die katastrophale Finanzlage. Der Haushalt der Landesregierung sei verfassungswidrig, die CDU werde dagegen klagen, betonte der Oppositionsführer. Es gebe keine Spielräume für neue Wohltaten, wie das beitragsfreie Kindergartenjahr oder die Abschaffung der Studiengebühren.

Der Bund müsse sich stärker an den Sozialkosten beteiligen, forderte der Politiker. Auswirkungen auf Beförderungsstrukturen bei der Polizei sehe er jedoch nicht, auch wenn die Polizei der größte Personalposten sei.

Laumann vertrat den Standpunkt, dass auch Bewerber ohne Abitur, Chancen auf eine attraktive Laufbahn bei der Polizei haben sollten, und regte an, dafür geeignete Ausbildungsgänge zu entwickeln. Werner Lohn, Landtagsabgeordneter und Mitglied des Innenausschusses sowie Heinrich Senkowski vom Landesvorstand der Gewerkschaft erteilten dem eine Absage und machten deutlich, dass an der zweigeteilten Laufbahn festhalten werde.

Senkowski erläuterte Einstellungszahlen und Altersstruktur der Polizei und unterstrich, dass sich der Interessenverband für seine Mitglieder starkmachen werde. „Wir müssen unseren Forderungen Nachdruck verleihen“, so der Gewerkschaftsfunktionär. Er wolle keine „Billigpolizei“, es müsse darum gehen, den Beruf weiter attraktiv zu halten.

Joachim Pahl von der Direktion der Wasserschutzpolizei bedauerte, dass bei der Auseinandersetzung mit polizeilichen Aufgaben nur ökonomische Aspekte gesehen würden. Es gebe daneben eine emotionale Komponente, zum Beispiel bei der Sicherheitsverwahrung.

Das Thema der Eigenständigkeit der Wasserschutzpolizei wurde von mehreren Rednern angesprochen. Auch wenn es bei der momentanen Regelung bleiben werde, „Fachlichkeit und Motivation dürfen nicht leiden, auch wenn die Arbeit aufgrund sich ständig ändernder gesetzlicher Gegebenheiten nicht einfach ist“, so Werner Lohn. Für die Rückkehr zur Eigenständigkeit sehe er keine Möglichkeit, so der Abgeordnete.