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Laumann informiert sich über Bahnhof-Sanierung

Quelle: www.muensterschezeitung.de Dirk Jaehner

RHEINE An der Bahn lag es am Mittwochmittag nicht, dass Karl-Josef Laumann eine halbe Stunde zu spät zu seinem Ortstermin im Rheiner Bahnhof kam. Denn die Züge aus Münster waren alle mehr oder weniger pünktlich. Der CDU-Fraktionschef im Landtag wollte sich bei einer Begehung über die Sanierungsarbeiten im Bahnhof informieren.

Reiner Latsch, Bevollmächtigter des DB-Konzerns für Nordrhein-Westfalen, Uwe Lüers, Bahnhofsmanager in Münster und Vertreter der Projektleitung Rheine und Rheines CDU-Vorsitzende Monika Lulay machten sich mit auf den Rundgang.

Uwe Lüers berichtete während der Führung über die Maßnahmen und die noch bestehenden Probleme. Beispielsweise sei das ehemalige Ladenlokal einer Spielothek seit mehreren Jahren nicht vermietet. Grund sind drei ansteigende Treppenstufen im Inneren, die bislang alle Interessenten hätten ablehnen lassen. Ein Abtragen des Bodens sei nicht möglich, darunter liegt ein Keller. Für ein weiteres Ladenlokal, das von außen zugänglich ist, läuft die Suche nach einem Mieter weiter. Aber Lüers ist wählerisch: „Lieber länger leer stehen lassen und dann etwas Qualitätvolles nehmen“, ist sein Motto.

Aufzüge bis Frühjahr fertig

Ansonsten ging Lüers’ Führung an allen Bahnhofsbaustellen vorbei: Die Aufzüge sollen bis zum Frühjahr betriebsbereit sein. Der Boden im Tunnel wird um zehn Zentimeter abgesenkt, um unter den Gleisen eine angenehmere Raumhöhe zu erhalten. Die weißen Kacheln an den Tunnelwänden sollen einer Glasvorsatzwand weichen.

Von den beiden weiteren vorhandenen, derzeit aber ungenutzten Bahnsteigen wird der so genannte Bahnsteig 3 voraussichtlich bis Ende 2012 wieder in Betrieb genommen. Voraussetzung ist jedoch, das bis dahin alle Netzmaßnahmen – darunter die Signalanlagen – installiert sind. Nötig ist dies, weil sich im Rheiner Bahnhof der Regionalexpress zwischen Münster und Emden und der IC nach Luxembourg im Weg sind.

Sandgestrahlte Dächer

Die Dächer über den Bahnsteigen haben einen neuen Anstrich erhalten, das Bahnhofsgebäude (Baujahr 1908) wurde zwei Mal sandgestrahlt. „Mehr kommt nicht runter“, bedauert Lüers den immer noch nicht optimalen Farbeindruck. Karl-Josef Laumann zeigte sich zufrieden mit den Arbeiten. „So werden die Konjunkturmittel richtig eingesetzt“, sagt er. Er kenne den Bahnhof Rheine schon sehr lange. „Aber solange ich ihn kenne, hat sich nichts geändert. Außer in den 70er Jahren der Fahrkartenverkauf“.

„Wenn ein Bahnhof attraktiv ist, hat er eine große Resonanz“, sagt er und Lüers bestätigt das. Seit der neuen Gestaltung hätten sich die Umsätze der Geschäfte verbessert.