Suche
Suche Menü

Gemeinsamer Kampf für den Bundeswehr-Standort

Quelle: www.muensterschezeitung.de

RHEINE Gemeinsam wollen die Stadt und der Kreis Steinfurt mit Unterstützung der Bundes- und Landtagsabgeordneten für den Erhalt des Bundeswehrstandortes Rheine kämpfen. Dies ist das Ergebnis eines „runden Tisches“, zu dem Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder am Mittwochvormittag eingeladen hatte.

Die Bundes- und Landtagsabgeordneten, Landrat Thomas Kubendorff, die Fraktionsvorsitzenden der im Rat der Stadt vertretenen Parteien sowie den Kreis Recklinghausen als Partner des Heeresfliegerregimentes waren dabei anwesend.

In einer Eingabe an den Bundesverteidigungsminister wollen Landrat Thomas Kubendorff und Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder verdeutlichen, dass man gemeinsam mit den örtlichen Vertretern der Bundes- und Landespolitik und im Schulterschluss mit dem Land Nordrhein-Westfalen zu den Heeresfliegern in Rheine steht.

Gewichtige planungsrechtliche Voraussetzungen für das in Bentlage vorhandene Areal in einer Größe von 270 Hektar sprechen ebenso für den Standort Rheine wie die dezentrale Stationierung der Heeresflieger im Bundesgebiet. Gerade in Katastrophenfällen könnte sich die räumliche Nähe der Heeresflieger auszahlen. Kreisdirektor Roland Butz vom Partnerkreis Recklinghausen stellte denn auch die in den vergangenen Jahren praktizierte zivilmilitärische Zusammenarbeit deutlich heraus: „Wir fühlen uns bei Großschadenslagen unterversorgt, wenn die Heeresflieger den Standtort Rheine verlassen!“

Gespräch mit Verteidigungsminister

Karl-Josef Laumann, Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, machte darüber hinaus deutlich, dass man beim Abzug der Luftwaffe und der Logistiker aus einem der ehemals größten Bundeswehrstandorte Deutschlands als Kompensation die Auf-stockung des Heeresfliegerregimentes in Rheine versprochen habe. Dieses Argument wolle er auch in einem persönlichen Ge-spräch dem Verteidigungsminister vortragen.

Auch die Bundestagsmitglieder Ingrid Arndt-Brauer und Jens Spahn wollen mit den speziell für Rheine sprechenden Argumenten den Verbleib der Heeresflieger in Rheine stützen. Die hohe Qualität des in Rheine-Bentlage vorhandenen Ausbildungszent-rums wie auch die Rekrutierung des Bundeswehrnachwuchses aus einer zur Bundeswehr stehenden Region zählen dazu.

Großes Investitionsprogramm

Die Bedeutung des Wirtschaftsstandortes Bentlage stellte 1. Beigeordneter Jan Kuhlmann dem „runden Tisch“ zu Beginn des Ge-spräches vor. Allein in den vergangenen zwei Jahren seien 23,6 Mio. Euro in den Ausbau der Theodor-Blank-Kaserne und in den Ausbau des Heeresflugplatzes Rheine-Bentlage investiert worden. Baumaßnahmen für weitere 31 Millionen Euro seien derzeit be-reits beauftragt und für weitere 37 Mio. Euro seien bereits erste Planungen erstellt.

Das bis zum Jahr 2017 laufende Investitionsprogramm sehen bislang Baumaßnahmen von insgesamt 137 Mio. Euro vor. Darüber hinaus wird alljährlich für Verpflegung, für Betriebs- und Unterhaltungskosten ein Auftragsvolumen von mehreren Millionen Euro an externe Unternehmen vergeben. Die Bruttogehaltssumme für die 2120 in Rheine tätigen Soldaten, Beamten und Angestellten beläuft sich aktuell auf ca. 51 Mio. Euro.

Leben der Familien

Neben diesen nüchternen Zahlen gibt es aber noch eine Vielzahl von Gründen, sich gemeinsam für den Bundeswehrstandort Rhei-ne einzusetzen. All diese kommen insbesondere durch das Leben der Mitarbeiter der Bundeswehr mit ihren Familien in dieser Region zum Ausdruck.